84 Jahre!


Hans,

ich wünsche Dir alles Gute und Liebe zu Deinem 84. Geburtstag.
Bis später. :-)

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Gratuliere nachträglich auch
aus Süddeutschland

Holztransport!
Meine Taetigkeit als Schlepper endete mit der groessten Ueberraschung
meines Lebens. Der Hauer fuer den ich schaufelte stiess ploetzlich einen
Schrei aus. Der Kohlenstoss an dem er arbeite fiel ploetzlich weg und
dahinter waren nagelneue Hoelzer vom Verbau zu sehen. Stempel und
Spitzen und Schalhoelzer, neu wie von Gestern. Es herrschte Stille.
Ein aelterer Hauer sagte dann leise, da habe ich als junger Man in Ickern
aufgehoert. Ein seltsames Wiedersehen mit der Arbeitsstaette seiner
Jugend. Wir hatten die Zechengrenze zwischen Ickern und Victor erreicht.
Schluss der Schicht und Ende des Strebs
Als naechstes Arbeit in der kommenden Schicht wurde ich mit einem
Kumpel dem Holstransport in dem neu eroeffneten Floez zugeteilt.
Auch dies war wie so vieles in der Grube eine Wissenschaft fuer sich.
Die verschieden Hoelzer die zum Ausbau gebraucht wurden mussten zur
richtigen Zeit und in richtiger Menge da sein. Wenn nicht hoerten wir gut
gewuerzte Flueche. Holz wurde in der Nachtschicht in die Hauptstrecke
gebracht und von dort von uns auf Teckel verladen danach wieder
abgeladen und auf ein laufendes Band gelegt, aber wie? Stempel rollen
leicht, wie wir zu unserem Leidwesen bald merkten. Stempel auf’s Band
and jede Seite eine Spitze und schnell und weg. Dann neben dem Band
herlaufen am Ende des Bandes wieder ab und aufladen und vor Ort bringen.
Das Fahren auf dem Band war uns damals streng verboten. Trotzdem taten
wir es um Zeit zu sparen und wahrscheinlich auch weil wir zu faul waren
uns neben dem Band herzulaufen. Beim Bandfahren musst man nur wissen
wo die Heimtuecken verborgen waren. Da stak naemlich vom Hangenden
eine abgebrochene Spitze heraus die, wenn man den Asch nicht richtig
einzog, ganz empfindlich ratschte.
An diesem Morgen kam ein ziemlich sauberer Bergmann bei uns an. Sauber
ist ja immer der der nicht viel arbeitete. Es sagte wir sollten das Band
anstellen damit er vor Ort fahren konnte. Unseren Einwand, das dieses
verboten sei tat er mit einer laessigen Handbewegung ab. Stell an
schnautzte er. Na ja, dachten wir mir grinsen das man im Halblicht der
Grubenlampe nicht sah. Er legte sein ziemlich kopulentes Selbst auf das
Band und ab in die Dunkelheit. Nach kurzer Zeit hoerten wir ein
eigenartiges Geraeusch, wir stellten das Band ab um bessen hoeren zu
koennen. Es aechste wer!
Unsere hinterlistige Spitze hatte ihm nicht den Hintern geschrammt sondern
seinen Guertel festgehakt so das er einmal gefalted Zwischen Band und dem
Hangenden eingeklemmt war. Zum Schreien oder Fluchen war keine Luft
fuer ihn uebrig und meinem Vorschlag ihm die Hose auszuziehen und so zu
erloesen, setzte er Wiederstand entgegen. Wiederstand oder nicht, die Hose
musste ab. Seine Hose hatte fast nicht gelitten nur ein paar Knoepfe blieben
versehentlich auf der Strecke. So wurde er peinlich aber ohne
Verletzungen erloesst und ging den Rest des Weges zu Fuss und kam auch
nicht wieder.