Klapprad im Westwind
In Kiel war ich im Sommer '85 wieder als Haushüter eingeladen. Ein wenig Blumen- und Gartenpflege, mehr war nicht zu tun.
An einem Tag nahm ich das in der Garage stehende Klapprad und fuhr zur Kiellinie. Die Kieler Förde war übervoll mit Schiffen - schön anzuschauen. Mit dem Fördedampfer fuhr ich zum Ostufer, ich wollte von dort mit dem Fahrad den Fördewanderweg entlang fahren.
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Denk ich an Borussia ...
Denk ich an Borussia, fällt mir der Sommer 1957 ein, als Borussia Dortmund Deutscher Meister wurde. Mehr ...
Die Schuhe vom Nikolaus
Als meine Tochter noch klein war, begann in meiner Familie am 1. Advent immer die Vorweihnachtszeit. Ab da konnte man sich auf Weihnachten freuen. Weiter ...
Kater Düsentrieb
Bei meinen Besuchen in Kiel lernte ich auch Freunde von Django kennen. Einmal war ich dort zum Abendessen eingeladen. In der Wohnung lebte auch ein getigerter Kater, Kater Düsentrieb. Mehr lesen ...
Stube 46
Wie ich an anderer Stelle erwähnte, war ich von April bis November 1941 durch die Kinderlandverschickung in einem Benedictinerkloster in Tutzing am Starnbergersee. Auf unserer Stube, Stube 46, waren wir mit 20 Jungen. Weiter ...
Deutschlandfunk Radiobeitrag über Castroper-Geschichten
Gestern Nachmittag hat der Deutschlandfunk im Radio einen Bericht über dieses Blog und mich gesendet. Der Beitrag kann jetzt immer noch über Internet Podcast angehört werden. Mehr ...
Verwandtentransport
Bis zum Herbst 1935 kannte ich die Eltern und Geschwister meiner Mutter nur von Bildern, denn sie lebten in Beuthen, Oberschlesien, welches circa 1000 km von Castrop entfernt war. Lesen ...
60 Jahre Bundesrepublik
Genau heute vor 60 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz unterzeichnet und damit die Bundesrepublik Deutschland gegründet.
Für unseren Alltag damals brachte die Gründung der Bundesrepublik erstmal keine große Veränderung, auch wenn wir wussten, dass da am Rhein der parlamentarische Rat, der aus vielen ehrenhaften und hochrangigen Persönlichkeiten und Politikern, aber auch aus ehemaligen Nazis, bestand, seit einiger Zeit tagte.
Wesentlich einschneidender war für uns das letzte Jahr, 1948, weil wir in dem Jahr "die Währung" bekamen - mit der Einführung der D-Mark verschwand der Tausch-Schwarzhandel immer mehr und die Geschäfte hatten plötzlich wieder Waren zu verkaufen.
Später dann gab es auch wieder die ersten freien Wahlen. Aber mit unserer neuen, noch etwas wackeligen Demokratie, waren die Schatten der Vergangenheit noch lange nicht verschwunden. Doch niemand wollte mehr etwas "von früher" wissen, viele wollten die Vergangenheit einfach verdrängen und vergessen, statt sie zu bewältigen. Das hat die Bundesrepublik Jahre später (mit Stundentenunruhen und später der RAF) ja fast nochmal ins wanken gebracht.
Aber zurück zu 1949, denn dieses Jahr hat für mich noch eine ganz besondere Bedeutung. Vor 60 Jahren lernte ich 1949 die Frau kennen, mit der ich heute seit 58 Jahren glücklich verheiratet bin.
Der richtige Schlag
Als Rentner war ich jetzt immer öfter in Kiel und besuchte dort "Django". Da wurde mir von Bekannten angeboten bei Ihnen den "Haushüter" zu machen, wenn sie verreist seien. Ich hatte ja Zeit. Katzen füttern und Blumen gießen wären meine Aufgaben. Dafür gibt einen gefüllten Kühlschrank und umsonst wohnen. Das hörte sich gut an und so nahm ich das Angebot an.
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Jubiläum im Karneval
Karneval 2009. Meine Gedanken gehen weit zurück zum Karneval 1949. Damals, vor genau 60 Jahren, lernte ich im Karneval meine blonde Schöne kennen (Die Schwiegertocher) mit der ich jetzt seit 58 Jahren verheiratet bin. Mehr ...
"Seemann" auf der Kieler Woche
Mit Django aus Kiel hatte ich telefonischen Kontakt. Er lud mich zur Kieler Woche ein. Ich nahm die Einladung an und fuhr gen Norden. Alles was nördlich von Hamburg lag, war für mich ein weisser Fleck auf der Landkarte und ich war gespannt, was mich dort erwartete. mehr ...
Guten Rutsch ins neue Jahr
Ich wünsche allen Blogbesuchern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009.
Django
Im Urlaub auf Gran-Canaria hatte ich ein halbes Apartment. Man sagte mir, später soll da noch ein anderer Gast hinzukommen. Abends um 11 flog plötzlich die Tür auf, und herein kam laut polternd Django ...Mehr ...
Blog-Opa
Hallo Robert Basic,
ich bin freudig überrascht, dass Du mich Blog-Opa nennst. Ich nehme die Ehre an, Dein virtueller Opa zu sein. Mehr ...
Der älteste Blogger Deutschlands
... ist seit heute nicht mehr 78, sondern 79 Jahre jung.
Hans, alles Gute zum Geburtstag.
Die Schwarzfahrer
Ich war schon immer Fussballfan. Sowohl als Spieler als auch als Zuschauer. Bis in die sechziger Jahre war ich Anhänger des S.V.Sodingen, mit dem Moped fuhr ich zu fast allen Spielen.
Die Sodinger waren in der Zeit so gut ,dass Sie um die deutsche
Meisterschaft mit spielten. Im Mai 1955 fand ein Ausscheidungsspiel in Schalke statt. Der Gegner war der F.C. Kaiserslautern, bei dem die Walter Brüder spielten. Das Spiel wollte ich unbedingt sehen. Mehr ...
Die Schwatte
1949 auf der Frühjahrskirmes in Castrop lernte ich eine Schwarzhaarige mit grünen Augen kennen. Sie wohnte auch auf Schwerin. Wir haben uns zum Tanz bei Östreich auf Schwerin verabredet. Sie kam auch und danach haben wir uns oft getroffen. Das ging aber nicht lange gut. Lesen ...
Verlobungsbekanntgabe mit Hindernis
Im Sommer 1949, nach einer Radtour, hatten wir, meine schöne Blonde und ich, uns heimlich verlobt. Ich hatte sie meiner Mutter schon vorgestellt, aber bei ihr zu Hause war ich noch nicht und dort kannte mich noch niemand.
Weihnachten 1949 wurde ich offiziell zum Kaffee eigeladen. Mehr ...
Frohe Ostern
Heute lese ich in der Zeitung, dass die Renten um 1,1% erhöht werden. Aber auch der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,25%, also nur eine Rentenerhöhung um 0,85% nominal. Wenn man auch die Inflation berücksichtigt, sinken die Renten tatsächlich.
Gleichzeitig lese ich, dass der erste Spargel in Castrop-Rauxel, dank der Abwärme des Kraftwerk Knepper, rechtzeitig zum Osterfest geerntet wird, zum Preis von 14 Euro das Kilo.
Wer kann sich das als Rentner leisten? Wir haben das Sonderangebot eines Discounters, einen ganzen Kopf Wirsing für 77 Cent, angenommen. Unser Ostermal, Wirsingrouladen mit Butterkartoffeln und als Nachtisch Eis, wird für uns ein Festessen sein. Es muss nicht immer Spargel sein.
Allen Besuchern ein frohes Osterfest.
Die Schwiegertocher
Februar 1949 war Karneval im Casino Schwerin. Wir drei Freunde (Albert, Herbert und ich) gingen als Cowboys verkleidet hin. An unserem Tisch sassen zwei junge Mädchen, eine hübsche Blonde und ihre Freundin. Weiter ...
Zeitleiste
Auf Wunsch von Hans gibt es jetzt rechts oben einen Menüpunkt "Zeitleiste". Dahinter verbirgt sich eine chronologische Auflistung der Erlebnisse, sortiert nach dem Zeitpunkt des Erlebnisses.
Hamsterfahrt 1946
Nach dem Krieg fuhren alle zum Hamstern aufs Land zu den Bauern. Man brachte den Bauern Silberbestecke, Teppiche und ähnlich wertvolle Gegenstände und erhielt dafür ein paar Eier und Speck zum Überleben.
Im Herbst 1946 fragte mich der alte Vogt, ob ich mit auf eine Hamsterfahrt kommen wolle. Weiter ...
Ein Steinwurf als Wehrkraftzersetzung
Im Sommer 1943 war ich in den grossen Ferien bei meiner Familie in Neustadt. Die Siedlung lag direkt an der Bahnlinie zum Bahnhof Neustadt.
Eines Tages stand dort ein Güterzug mit Flugzeugschrott. Wir Jungen aus der Siedlung versuchten mit Steinen die Scheibe einer zerstörten Flugzeugkanzel zu treffen. Mehr ...
Danke
Liebe Leser,
ich möchte mich bei Euch ganz herzlich bedanken. Die vielen positiven Reaktionen auf dieses Blog haben mich wirklich überwältigt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Das spornt mich an, noch viele weitere Geschichten zu schreiben.
In einigen Kommentaren zu Geschichten aus der NS-Zeit klingt durch, dass davon nicht viel im Schulunterricht gelehrt wurde. Und wenn, dann nur sehr distanziert.
Viele Menschen der sogenannten "betrogenen Jahrgänge" (also Menschen, die so ungefähr ab 1927 geboren wurden) haben nach dem Krieg resigniert. Weil viele ehemalige Nazis nach dem Krieg noch da waren und in Schulen, Gerichten und auch hohen Regierungsämtern plötzlich wieder in leitenden Funktionen tätig waren - und von ihrer Nazivergangenheit nichts mehr wissen wollten.
Und Menschen, die von früher erzählen wollten, weil sie jene Personen noch selber als Nazis erlebt haben, wurden angefeindet und abgeblockt. So auch ich. Und deswegen habe ich dann auch irgendwann nach dem Krieg gegen die neue / alte Naziobrigkeit resigniert und meinen Mund gehalten, obwohl ich jenen am liebsten in ihr verlogenes Gesicht gespuckt hätte.
Und nur, weil meine Kinder mich lange ermutigt und "bearbeitet" haben, in diesem Medium darüber zu berichten, habe ich überhaupt damit angefangen.
Deswegen bin ich wirklich sehr berührt, dass jetzt so viele positive Reaktionen kommen und meine Geschichten auf so grosses Interesse stossen.
Danke.
Willkommen zu meinen Castroper-Geschichte(n)
Lieber Besucher,
ich heisse Hans Frackowiak, bin 80 Jahre alt und lebe in Castrop-Rauxel. Hier in diesem Blog schreibe ich über verschiedene Themen, die mich bewegen und über vieles, was ich in Castrop heute und in den letzten 80 Jahren erlebt habe.


