Bergmann mit Schreibkenntnissen


1974 war ich schon fast wieder 6 Jahre auf Erin. Die Arbeit machte Spaß und liess mich mit Freude zur Zeche gehen. Mit den Lothringern verstand ich mich inzwischen auch ganz gut, ich kannte viele von Ihnen noch von früher her (als ich eine Zeit lang auf Lothringen war).

Eines Tages musste ich bei unserem Betriebsstellenleiter erscheinen. Er sagte mir, daß unser Buchhalter erkrankt sei und nicht mehr wiederkommen würde. Deswegen bräuchte er jetzt eine neue Schreibkraft. Und weil ich meine Arbeitsberichte, vom Stil und der Schrift her immer gut abgeliefert habe, fragte er mich ob ich nicht Lust hätte umzusatteln. Ich würde ja auch viel von Bergarbeit verstehen, das würde gut passen.

Ich war überrascht und hatte Bedenken, denn ich verstand ja gar nichts von Buchhaltung. Für ihn war das kein Problem, denn ich würde in der Hauptverwaltung umgeschult.

Nach etwas Bedenkzeit stimmte ich zu. Ich ging nach Dortmund zur Umschulung. Nach drei Monaten sagte man mir, jetzt sei ich gut ausgebildet und könne nun eine Betriebsstelle als Buchhalter führen. Ich wurde zurück nach Erin geschickt und ins kalte Wasser geworfen.

Ich war jetzt ein Bergmann mit Schreibkenntnissen.Ob das gut geht?

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