Warst Du auch bei Maria?


1976 hatten wir auf Erin eine jugoslawische Firma, die für uns als Subkontraktor arbeitete und uns auf Erin jugoslawische Bergleute überliess.

Die Gruppe wurde komplett mit ihren eigenen Drittelführern im Ortsvortrieb eingesetzt, sie wurden nur von unseren Steigern befahren (d.h. beaufsichtigt). In Bochum-Gehrte hatten wir für sie ein Heim angemietet, in dem sie untergebracht waren. Im Urlaub fuhren sie immer nach Hause und wenn sie zurückkamen, brachten sie einen Liter Slibowitz als Dankeschön für die Buchhaltung mit, da wir für sie den Schichtenzettel und die Löhne machten und auch schon mal beim Ausfüllen von Formularen halfen.

Als aber nach einigen Monaten die Leistung und Pünklichkeit nachliessen, sprachen unsere Steiger die Drittelführer darauf an und bekamen als Antwort: "Einige gehen zu oft zu Maria.".

Wir hatten Verständnis dafür. So ganz ohne Frau und so weit von zu Hause weg, da kann es vorkommen, daß einige ins Bordell nach Bochum fahren. Es sollte aber nicht die Arbeit beeinträchtigen.

Eines morgens kam ein jugoslawischer Kumpel wieder zu spät zur Arbeit und kam ins Büro um sich zu entschuldigen, da fragte ich ihn: "Warst du auch bei Maria?" Er anwortete: "Ich bin Maria.".

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Kommentare

Ich habe auch auf ERIN unter Tage gearbeitet, aber diese Geschichte verstehe ich nicht. Der Reiner.