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	<title>Castroper-Geschichten</title>
	<link>http://www.castroper-geschichten.de/</link>
	<description>Castroper-Geschichten</description>
	<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:35:50 +0200</pubDate>
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	<language>de</language>
	<copyright>Copyright by </copyright>
	<item>
		<title>Vatertag</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/vatertag.html</link>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:34:25 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/vatertag.html</guid>
				<description><![CDATA[Am 30.6.1982 war mein letzter Arbeitstag auf Erin. Dann ging ich in die "Anpassung" (Vorruhestand). Durch meine sitzende Tätigkeit im Büro, wenig Bewegung und viele kleine Imbisse war mein Gewicht auf über 110 Kilo angewachsen.<br/><br/>Jetzt also hatte ich Zeit und wollte etwas gegen mein Übergewicht tun. Ich kaufte mir ein Fahrrad und begann zu strampeln. <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/vatertag.html" title="Vatertag"> Mehr lesen, was dann am Vatertag passierte</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Am 30.6.1982 war mein letzter Arbeitstag auf Erin. Dann ging ich in die "Anpassung" (Vorruhestand). Durch meine sitzende Tätigkeit im Büro, wenig Bewegung und viele kleine Imbisse war mein Gewicht auf über 110 Kilo angewachsen.<br/><br/>Jetzt also hatte ich Zeit und wollte etwas gegen mein Übergewicht tun. Ich kaufte mir ein Fahrrad und begann zu strampeln. Mein Sohn, der ein Radfahrer vor dem Herrn war, und regelmäßig längere Touren radelte, begleitete mich bei meinen Versuchen, Kilometer zu machen. Wenn ich die Leichtigkeit bei ihm sah, während er neben mir hin-und-her radelte, während mir dabei vor Anstrengung die Lunge aus der Brust hüpfte, wollte ich schon aufgeben, aber er munterte mich immer wieder, leicht provozierend, auf, mit <i>"Väterchen, nun komm doch!"</i>. <br/>Mein Stolz trieb mich weiter.<br/><br/>Weil er dann aber mit der Zeit andere Interessen bekam und nach dem Abitur mit seinem Studium beschäftigt war, fuhr ich dann erstmal alleine weiter Fahrrad. Ich fuhr jeden Tag, bei Wind und Wetter. Und wenn im Winter Schnee lag, fuhr ich mit dem Auto ins Sauerland zum Langlaufen.<br/><br/>Im Frühjahr 1983 hatte ich eine Top Form wie "Rudi Altig" (ein Radrennfahrer zu meiner Zeit), mein Gewicht hatte ich auf unter 90 KG gebracht und ich fühlte mich fit.<br/><br/>Am Vatertag 1983 war schönes, warmes Sonnenwetter und ich machte beim Frühstück meinem Sohn den Vorschlag, gemeinsam mit ihm mal wieder einen Rad-Ausflug zu machen.<br/><br/>Er war sofort einverstanden und wir fuhren nach dem Frühstück los ins Blaue hinein Richtung Münsterland.<br/><br/>Der Weg führte uns ins Münsterland, Borkenberge, Lüdinghausen, Olfen und Haltern am Stausee hatten wir mit Pausen bei unserem "Rundkurs" angefahren. Wir hatten beide viel Spaß. Ich konnte gut mit meinem Sohn mithalten, er hat nicht einmal "Väterchen, nun komm doch" sagen brauchen.<br/><br/>Am Nachmittag gings dann so langsam heimwärts. Beim fast 100ten Kilometer, wir waren schon in Dortmund-Mengede, streikte mein Sohn dann aber und stieg vom Fahrad. Er konnte nicht mehr  sitzen und war ziemlich erschöpft. Ich wäre noch gerne weitergefahren, aber da wir fast zu Hause waren sind wir die restlichen Kilometer dann gemeinsam zu Fuss gelaufen und haben die Fahrräder geschoben.<br/><br/>Es war ein doppelt-schöner Vatertag.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der Rasierpinsel</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/der-rasierpinsel.html</link>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 14:27:47 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/der-rasierpinsel.html</guid>
				<description><![CDATA[Nach der Umstellung in meinem Berufsleben war Stress angesagt und ich bekam eine Kur verordnet. Ich musste mich bei der Knappschaft in Bochum einfinden, um mit anderen Bergleuten per Bus zur Kur nach Bad Soden zu fahren.<br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/der-rasierpinsel.html" title="Der Rasierpinsel">Weiterlesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Nach der Umstellung in meinem Berufsleben war Stress angesagt und ich bekam eine Kur verordnet. Ich musste mich bei der Knappschaft in Bochum einfinden, um mit anderen Bergleuten per Bus zur Kur nach Bad Soden zu fahren.<br/><br/>Bei der Ankunft wurden wir freundlich vom Chef der Klinik begrüsst, ich war erstaunt, denn den Arzt kannte ich, er war mal Leiter der Untersuchungsstelle in Castrop und war dort als "Rentenquetscher" verrufen.<br/><br/>Nach der Eingangsuntersuchung wurden wir in Gruppen eingeteilt, ich kam in die Gruppe Bluthochdruck. Morgens waren Anwendungen im Kurhaus, Nachmittags waren Vorträge vom Chefarzt über die Schädlichkeit von Rauchen, Alkohol und Übergewicht.<br/><br/>Als einmal bei den Vorträgen das Thema Medikation bei Bluthochdruck angesagt war, fragte ein Steiger von Erin (der hatte einen Kurschatten) ob uns etwas ins Essen gegeben würde, denn seine Manneskraft liesse nach.<br/><br/>Der Arzt verneinte, denn das wäre ja Körperverletzung. Er hielt uns aber jetzt einen Vortrag über Sexualität bei Bluthochdruck, und daß es nicht nur eine Möglichkeit gebe, mit der man eine Frau glücklich machen könnte und gab dazu auch einige konkrete Vorschläge. Besonders in Erinnerung davon blieb mir der "Rasierpinsel", über den der Arzt sagte, die feinen Dachshaare hätten schon so manche Frau glücklich gemacht.<br/><br/>Als ich wieder zu Hause war, fiel mir der Rasierpinsel sofort wieder ein und ich wollte es damit mal versuchen. Allerdings hatte ich wenig Erfolg. Meine Frau hielt mich für verrückt und jagte mich samt dem Rasierpinsel wieder weg. Seit dem wurde der Rasierpinsel nur noch bei der Rasur benutzt.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Endlich tapezieren</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/endlich-tapezieren.html</link>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 14:06:23 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/endlich-tapezieren.html</guid>
				<description><![CDATA[In meinen jungen Jahren war ich manchmal recht temperamentvoll. Einmal ist mir das Temperament ziemlich durchgegangen.<br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/endlich-tapezieren.html" title="Endlich tapezieren">Weiterlesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[In meinen jungen Jahren war ich manchmal recht temperamentvoll. Einmal ist mir das Temperament ziemlich durchgegangen.<br/><br/>An dem Tag kam ich von der Frühschicht verspätet nach Hause und hatte großen Hunger. Meine Mutter und meine Schwiegermutter waren beide bei uns zu Hause und hatten bereits gegessen. Meine Frau machte das Essen für mich nochmal warm. In Vorfreude auf meine Erbsensuppe scherzte ich mit den beiden Omas, daß sie von meiner Suppe nichts mehr abbekämen.<br/><br/>Als dann der Teller mit der Suppe kam, nahm ich voll Heißhunger einen großen Löffel voll und verbrannte mir an der kochendheißen Suppe dermassen den Mund, daß ich die Kontrolle verlor und den Teller mit Suppe wütend an die Wand warf. Die beiden Omas flüchteten aus der Wohnung, meine Frau war sprachlos und schaute entsetzt auf die Wand, an der die Erbsensuppe an der Tapete herunterlief.<br/><br/>Nach einer Zeit der Stille sagte meine Frau dann <i>"Gut, so können wir endlich tapezieren, denn dieTapete gefiel mir schon lange nicht mehr."</i><br/><br/>Wir haben beide schallend gelacht. Am nächsten Wochenende wurde gemeinsam tapeziert, die Omas kamen wieder, der Frieden war wieder hergestellt. Ich bekam nie wieder heisse Suppe.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Schlammskarl</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/schlammskarl.html</link>
		<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 06:01:22 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Bergbau</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/schlammskarl.html</guid>
				<description><![CDATA[Die Zechen hatten schon zu meiner Kindheit Umweltbewusstsein. So kamen ihre Abwässer nicht ungeklärt in die städtischen Kläranlagen. Jede Zeche hatte deswegen eigene Klärgruben, in die das Abwasser der Waschkauen und der Kohlenwäsche eingeleitet wurde.<br/><br/>Der Schlamm (der fast nur aus Feinkohle bestand)  setzte sich dann in den Sickergruben ab, erst danach wurde das Wasser in die städtischen Kläranlagen eingeleitet.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/schlammskarl.html" title="Schlammskarl"> Lesen, wie der Schlammskarl zu seinem Namen kam ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Zechen hatten schon zu meiner Kindheit Umweltbewusstsein. So kamen ihre Abwässer nicht ungeklärt in die städtischen Kläranlagen. Jede Zeche hatte deswegen eigene Klärgruben, in die das Abwasser der Waschkauen und der Kohlenwäsche eingeleitet wurde.<br/><br/>Der Schlamm (der fast nur aus Feinkohle bestand)  setzte sich dann in den Sickergruben ab, erst danach wurde das Wasser in die städtischen Kläranlagen eingeleitet.<br/><br/>1935 nahm der 15 jährige Karl, der Bruder meines Vaters, mich, den kleinen 6 jährigen Hans, mit zum Schlamm holen.<br/><br/>Wir gingen mit dem Handwagen von Obercastrop über den Kirchweg (heute Lindenstraße) nach Gerthe zu den Schlammgruben der Zeche Lothringen 3.<br/><br/>Im Zechenzaun war ein grosses Loch durch das Onkel Karl mit zwei Eimern zu den Sickergruben ging. Ich musste am Zaun mit dem Handwagen warten. Mein Onkel ging so oft mit den Eimern zur Grube, bis der Wagen ganz voll mit Schlamm war.<br/><br/>Der Weg zurück war sehr anstrengend, weil der Wagen sehr schwer war. Er zog vorne und ich musste von hinten schieben. Weil der Wagen nicht dicht war, lief mir das Schlammwasser auf die Schuhe. Später hat mich meine Mutter dann immer ausgeschimpft, weil ich mich so "eingesaut" habe...<br/><br/>Selbst der Weg war durch den vielen heruntergelaufenen Schlamm gezeichnet und hiess daher auch "Schlammweg". Ich ging den Weg oft.<br/><br/>Der Schlamm wurde getrocknet und konnte dann als Hausbrand verwendet werden. Er bestand ja praktisch nur aus Kohle.<br/><br/>Mein Onkel verkaufte den Schlamm dann an die Arbeitslosen in Obercastrop für ein paar Pfenninge. Und weil ich mitgeholfen habe, habe ich dann vom Lohn auch meinen Anteil bekommen. Ein Dauerlutscher war immer mein Lohn.<br/><br/>Onkel Karl wurde seit dieser Zeit nur noch "<i>Schlammskarl</i>" genannt. Diesen Spitznamen behielt er bis zu seinem Tod.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Nachbarschaft in Obercastrop</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/nachbarschaft-in-obercastrop.html</link>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 10:44:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/nachbarschaft-in-obercastrop.html</guid>
				<description><![CDATA[Ich war fröhlich erstaunt, als ich vor ein paar Tagen  zu einer Geschichte einen Kommentar aus Kanada lesen durfte.<br/><br/>Es war mein Nachbar aus alter Zeit von der Katharinenstraße in Obercastrop, der dann später zu seinem Sohn nach Kanada ausgewandert ist. Da werden wieder gute Erinnerungen wach!<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/nachbarschaft-in-obercastrop.html" title="Nachbarschaft in Obercastrop">Mehr zur Nachbarschaft in Obercastrop lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ich war fröhlich erstaunt, als ich vor ein paar Tagen  zu einer Geschichte einen Kommentar aus Kanada lesen durfte.<br/><br/>Es war mein Nachbar aus alter Zeit von der Katharinenstraße in Obercastrop, der dann später zu seinem Sohn nach Kanada ausgewandert ist. Da werden wieder gute Erinnerungen wach!<br/><br/>Wir wohnten in der oberen Etage und in der unteren Etage, unter uns, wohnte er. Er hieß auch Hans und arbeitete wie ich auf Erin als Kumpel. Seine Frau hiess Erika, so wie meine Frau.<br/><br/>Ich hatte damals (1958) eine dreijährige Tocher, er einen 5-jährigen Sohn. Meine Frau und ich sprachen uns mit Hans und Erika an, unsere Nachbarn sprachen sich auch mit Hans und Erika an.<br/><br/>Im Sommer konnten unsere Kinder im Hof am Haus, der eingefriedet war, gefahrlos spielen. Unsere Fenster waren offen, so hatten wir sie immer in "Hörweite".<br/><br/>Uns so kam es, daß die Kinder, wenn sie etwas wollten, immer nur "Hans" oder "Erika" riefen. Dann konnte man erleben, dass zweimal Hans und Erika am Fenster waren, um zu sehen wer von den Kleinen was wollte.<br/><br/>Das blieb eine ganze Weile so, und war damals eine ganz schöne Art der Nachbarschaft. <br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der zugefrorene Gondelteich im Stadtgarten</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/stadtgarten/der-zugefrorene-gondelteich-im-stadtgarten.html</link>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 09:57:06 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Stadtgarten</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/stadtgarten/der-zugefrorene-gondelteich-im-stadtgarten.html</guid>
				<description><![CDATA[Es ist schön zu sehen wie der Gondelteich bei der Winterkälte langsam zufriert; in unseren meist milden Wintern passiert das ja nicht oft.<br/><br/>Täglich wird die gefrorene Fläche grösser und die Kinder fragen immer öfter, ob sie aufs Eis dürfen. Doch man muss ihnen erklären, daß das Betreten verboten ist. Die Stadt hat zwar zusätzliche Verbotsschilder am Gondelteich angebracht, aber ohne Günde zu nennen.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/stadtgarten/der-zugefrorene-gondelteich-im-stadtgarten.html" title="Der zugefrorene Gondelteich im Stadtgarten">Die Gründe dafür und mehr zum Gondelteich lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Es ist schön zu sehen wie der Gondelteich bei der Winterkälte langsam zufriert; in unseren meist milden Wintern passiert das ja nicht oft.<br/><br/>Täglich wird die gefrorene Fläche grösser und die Kinder fragen immer öfter, ob sie aufs Eis dürfen. Doch man muss ihnen erklären, daß das Betreten verboten ist. Die Stadt hat zwar zusätzliche Verbotsschilder am Gondelteich angebracht, aber ohne Günde zu nennen.<br/><br/>Wenn in den Medien über andere Städte berichtet wird, in denen an zugefrorenen Seen Feste mit Glühwein und Bratwurst auf den Eisflächen stattfinden, können selbst die Erwachsenen nicht verstehen, warum das betreten der Eisfläche in Castrop verboten ist.<br/><br/>Es gibt aber vernünftige Gründe für das Verbot, wie es Mitglieder vom DoCAS-Blinker Verein (der sich um die Heege und Pflege des Gondelteichs kümmert) immer wieder erklären: Unser Gondelteich in Castrop ist kein "stiller See" sondern ein "fliessendes Gewässer" mit einer Unterströmung, wodurch das Wasser an mehreren Stellen immer in Bewegung ist und daher nie richtig bzw. nur sehr langsam zufriert. Auch wenn sich dann eine oberflächliche Eisschicht gebildet hat, dauer es sehr lange, bis sie so dick geworden ist, daß sie das Gewicht eines Menschen tragen kann.<br/><br/>Durch die Unterströmung im Gondelteich ist es auch sehr gefährlich, wenn man trotzdem aufs Eis gegangen ist und dann einbrechen sollte, denn durch die Strömung kann man dann unter die Eisfläche gezogen werden, kommt dann nicht mehr heraus - und erstickt unter dem Eis.<br/><br/>Ich konnte beobachten, wie zwei Kormorane im offenem Wasser am Eis tauchten um Nahrung für ihre Jungen zu holen. Nach einer Zeit kam nur ein Vogel wieder hoch, der Andere fand unter dem Eis den Weg nicht zurück. Er wurde unter dem Eis tot gesichtet. Ein seltener Fall: Wasservogel ertrunken.<br/><br/>Ich kann mich noch gut an einige Winter meiner Jugendzeit erinnern, in denen ich auf dem Eis des Gondelteiches war und kann daher die Kinder und Jugendlichen verstehen, die aufs Eis wollen. Doch als "vernünftiger" Erwachsener sollte man es ihnen immer wieder geduldig erklären, daß und warum es verboten ist.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Einen alten Baum verpflanzt man nicht ...</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/einen-alten-baum-verpflanzt-man-nicht.html</link>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 18:18:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/einen-alten-baum-verpflanzt-man-nicht.html</guid>
				<description><![CDATA[<strong>... oder doch?</strong><br/><br/>Es hat in meinem Leben schon so viele Verpflanzungen gegeben, daß ich mich trotz meiner 82 Jahre noch einmal selber umgepflanzt habe.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/einen-alten-baum-verpflanzt-man-nicht.html" title="Einen alten Baum verpflanzt man nicht ...">Weiterlesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<strong>... oder doch?</strong><br/><br/>Es hat in meinem Leben schon so viele Verpflanzungen gegeben, daß ich mich trotz meiner 82 Jahre noch einmal selber umgepflanzt habe.<br/><br/>Da ich jetzt allein lebe, bin ich im Sommer 2011 in die Senioren Residenz am Stadtgarten eingezogen. Die Ratschläge einiger Bekannter, in meinem Alter würde man sich nicht noch einmal einen Wohnungsumzug "antun" wollen, haben mich nicht abgeschreckt und bis heute habe ich es nicht bereut.<br/><br/>Die Entfernung zu meinen Kindern, hat für mich noch mehr Nähe zu ihnen gebracht. Der Stadtgarten, der mein Leben mitprägte, ist vor der Haustür gleich sichtbar. Ich bin vom Strassenlärm weg in einer Ruhezone und trotzdem nah zur Altstadt Castrop. Der Gang über den Wochenmarkt und zum Frikadellenbräter ist wie immer. Backbude und Einkaufszentrum, zum Klönen mit meinen Rentnerkollegen, ist alles zu Fuß erreichbar.<br/><br/>Der Spruch, wer rastet der rostet, soll für mich nicht gelten und ich möchte so lange mobil bleiben wie <i>"er"</i> mich lässt.<br/><br/>Voll Spannung erwarte ich das neue Jahr, mal sehen was es mir bringt.<br/>Ihr werdet es erfahren. <br/><br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Frohes Fest</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/frohes-fest.html</link>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 12:23:26 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/frohes-fest.html</guid>
				<description><![CDATA[Allen Besuchern und Lesern des Blogs wünsche ich besinnliche und frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2012.<br/><br/>Hans.<br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Allen Besuchern und Lesern des Blogs wünsche ich besinnliche und frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2012.<br/><br/>Hans.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>O Tannenbaum, O Tannenbaum, ...</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/o-tannenbaum-o-tannenbaum.html</link>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 12:49:28 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/o-tannenbaum-o-tannenbaum.html</guid>
				<description><![CDATA[Die Weihnachtszeit war die schönste der Überraschungen.<br/><br/>Meine siebenjährige Tochter ging 1962 in die zweite Klasse, da wurde schon alles für das Fest vorbereitet. Basteln und singen für das Weihnachtsfest. Alles sollte so schön werden.<br/><br/>Wir zu Hause wollten der Tochter die Bescherung am Heiligen Abend festlich gestalten und hatten die ganze Verwandtschaft für den Tag eingeladen.<br/><br/>Am Heiligen Abend waren Omas, Onkeln und Tanten anwesend, sie freuten sich alle, mit der Kleinen das Fest zu feiern.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/o-tannenbaum-o-tannenbaum.html" title="O Tannenbaum, O Tannenbaum, ...">O Tannenbaum weiterlesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Weihnachtszeit war die schönste der Überraschungen.<br/><br/>Meine siebenjährige Tochter ging 1962 in die zweite Klasse, da wurde schon alles für das Fest vorbereitet. Basteln und singen für das Weihnachtsfest. Alles sollte so schön werden.<br/><br/>Wir zu Hause wollten der Tochter die Bescherung am Heiligen Abend festlich gestalten und hatten die ganze Verwandtschaft für den Tag eingeladen.<br/><br/>Am Heiligen Abend waren Omas, Onkeln und Tanten anwesend, sie freuten sich alle, mit der Kleinen das Fest zu feiern.<br/><br/>Die Bescherung fand statt, alle sahen die strahlenden Kinderaugen, als die Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet wurden. Die Geschenke wurden verteilt und man sah nur freudige Gesichter.<br/><br/>Mach der Bescherung wurden Weihnachtslieder angestimmt. Nach einigen Liedern kam das Lied "O Tanenbaum, O Tannenbaum" - bis zur 2. Strophe ging alles gut <i>"O Tannenbaum du kannst mir sehr gefallen"</i> ... bei uns um Ruhrpott wurde aber immer gesungen ... <i>"Du kannst MICH sehr gefallen"</i>. Als wir das sangen, da stand die Kleine auf und sagte so laut, daß es das Singen übertönte <i>"Das heisst</i> <strong>mir</strong> <i>und nicht</i> <strong>mich"</strong>.<br/><br/>Von da ab war Stille Nacht.<br/><br/>In den späteren Jahren wurde zu Weihnachten mit der Verwandtschaft nicht mehr gesungen sondern es wurden Weihnachtsplatten abgespielt. Schade. <br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Unser Hausarzt</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/unser-hausarzt.html</link>
		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 07:00:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/unser-hausarzt.html</guid>
				<description><![CDATA[1947 gab es noch keine freie Arztwahl. Die Ruhrknappschaft hatte das Ruhrgebiet in Sprengel eingeteilt in denen jeweils ein Revierarzt die darin wohnenden Bergleute mit ihren Familien versorgte.<br/><br/>Im Herbst 1947 war meine jüngere Schwester erkrankt und wir mussten Sonntags einen Arzt haben. Da es damals noch keine Notfallpraxis wie heute gab, musste unser Revierarzt den Hausbesuch machen. Der hatte sich gerade erst als Flüchtling in Castrop niedergelassen und eine neue Praxis aufgemacht.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/unser-hausarzt.html" title="Unser Hausarzt">Mehr zum Hausarzt lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[1947 gab es noch keine freie Arztwahl. Die Ruhrknappschaft hatte das Ruhrgebiet in Sprengel eingeteilt in denen jeweils ein Revierarzt die darin wohnenden Bergleute mit ihren Familien versorgte.<br/><br/>Im Herbst 1947 war meine jüngere Schwester erkrankt und wir mussten Sonntags einen Arzt haben. Da es damals noch keine Notfallpraxis wie heute gab, musste unser Revierarzt den Hausbesuch machen. Der hatte sich gerade erst als Flüchtling in Castrop niedergelassen und eine neue Praxis aufgemacht.<br/><br/>Er machte am Sonntagmittag, da er kein Auto hatte, den Hausbesuch mit dem Fahrrad. Nach dem er meine Schwester versorgt hatte, kam er in die Küche um am Küchentisch ein Rezept zu schreiben.<br/><br/>Meine Mutter war mit der Zubereitung des Essens beschäftigt. Als Bergmann bekam man damals "Schwerstarbeiter Lebensmittelkarten" - es gab daher bei uns immer kräftige und gute Hausmannskost.<br/><br/>Der Arzt fragte meine Mutter, was sie kochen würde, es riecht so lecker. Es gab Möhreneintopf mit Räucherspeck und die Einladung zum Mittagessen nahm er dankend an.<br/><br/>Als er seinen Mantel auszog, sah meine Mutter, daß das Futter im Saum ganz aufgerissen war. Mit Nadel und Garn hat sie den Schaden schnell behoben.<br/><br/>Er war ein guter Arzt. Später, als es dann die freie Arztwahl gab, war er auch noch lange Jahre unser Hausarzt.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Die Halbstarken</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/die-halbstarken.html</link>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 09:34:42 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/die-halbstarken.html</guid>
				<description><![CDATA[Nach dem Steinekippen kam ich Ende 1946 im Rahmen meiner Ausbildung als Bergfremder auf Victor 3/4 in die Förderrung zum Blindschacht in Revier vier.<br/><br/>Mit meinen Kumpels dort, Egon, Ewald, Günter und Janusch, schloss ich schnell Freundschaft. Da hatten sich die richtigen fünf Halbstarken gefunden.<br/><br/>Wenn es am Sonntag zum Tanz ging, trafen wir fünf uns immer zum fröhlichen Beisammensein bei Rombeck in Rauxel.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/die-halbstarken.html" title="Die Halbstarken">Mehr von den Halbstarken lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Nach dem Steinekippen kam ich Ende 1946 im Rahmen meiner Ausbildung als Bergfremder auf Victor 3/4 in die Förderrung zum Blindschacht in Revier vier.<br/><br/>Mit meinen Kumpels dort, Egon, Ewald, Günter und Janusch, schloss ich schnell Freundschaft. Da hatten sich die richtigen fünf Halbstarken gefunden.<br/><br/>Wenn es am Sonntag zum Tanz ging, trafen wir fünf uns immer zum fröhlichen Beisammensein bei Rombeck in Rauxel.<br/><br/>Unser Thema Nummer eins waren aber nicht die Mädchen, sondern, was wurde geraucht. Jeder zeigte erstmal seine Tabakwaren, da war alles mögliche wie z.B. Gartenstolz, Pfälzertabak, Krüllschnitt und Machorka vertreten. Ich rauchte Pfeife, da passte alles rein.<br/><br/>Die Mädchen saßen links von der  Musik  (die Kapelle Gunter Huse mit seinen Mannen) wir Jungens rechts. Sobald die Kapelle einsetzte, gab es ein laufen über die Tanzfläche um zu den Mädchen zu kommen und sie zum Tanz aufzufordern. Wer da nicht schnell genug war, ging leer aus.<br/><br/>Günter hatte ein bestimmtes Mädchen im "Auge", aber da war ein Fremder der ihm an dem Abend immer zuvor kam, weil er näher an dem Mädchen saß. Günter war sauer. Er, ein bekannter Boxer aus Habinghorst, musste zu sehen wie ein anderer mit seiner Perle tanzte.<br/><br/>In einer Tanzpause gings mal raus (natürlich alle fünf Halbstarken zusammen) auf die Toilette, um das Plörrebier wegzubringen. Auf dem Klo trafen wir den Fremden wieder. Günter sprach ihn an und fragte <i>"Kennst du mich?"</i>. Als der Fremde verneinte schlug Günter mit einem linken Haken zu und sagte dann <i>"Jetzt kennst Du mich."</i> Von da an tanzte nur noch Günter mit seiner Perle.<br/>Er hat sie dann später geheiratet.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kartoffelferien 1940</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/kartoffelferien-1940.html</link>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 11:36:31 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/kartoffelferien-1940.html</guid>
				<description><![CDATA[1940 waren die meisten Männer in den Krieg eingezogen und fehlten für die Arbeit zu Hause. Daher durften wir Schulkinder in den Herbstferien den Bauern bei der Kartoffelernte helfen.<br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/kartoffelferien-1940.html" title="Kartoffelferien 1940">Kartoffelferien weiter lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[1940 waren die meisten Männer in den Krieg eingezogen und fehlten für die Arbeit zu Hause.<br/><br/>Daher durften wir Schulkinder in den Herbstferien den Bauern bei der Kartoffelernte helfen. Lebensmittel waren rationiert, man bekam nur soviel, wie auf der Lebensmittelkarte stand. Die Kartoffelernte war immer ein schönes Zubrot für Mutters Küche.<br/><br/>Ich ging in Obercastrop zur Schule, mein Schulbanknachbar war der Sohn eines Landwirtes von der Bochumer Straße. Der nahm mich in den Ferien mit auf den väterlichen Hof zur Kartoffelernte.<br/><br/>Auf dem Feld wurden wir in Reihen eingeteilt. Nach dem die Rodemaschine die Kartoffeln ausgeworfen hatte, mussten wir elfjährigen Kinder die auf der Erde liegenden Kartoffeln in Körben einsammeln, die dann die älteren Kinder zu den Erntewagen trugen. So ging es den ganzen Tag.<br/><br/>In der Mittagspause brachte die Bäuerin Hausmacherwurstbrote und Milch für uns Kinder und wir liessen es uns  schmecken.<br/><br/>Immer wenn das Feld abgeerntet war, durften wir Kinder nachher noch mit Hacke und Korb nachstoppeln, da gab es immer noch ein paar Kartoffeln, die die Maschine nicht aus der Erde ausgeworfen hatte und die wir dann für uns nach Hause mitnehmen konnten.<br/><br/>Bei meiner Mutter gab es dann ein Fest mit Reibeplätzchen ("Kartoffelpuffer") von selbst geernteten Kartoffeln.<br/><br/>Es war eine sehr anstrengende Arbeit. Für eine ganze Woche Mitarbeit bei der Ernte gab es einen halben Sack Kartoffeln für den Winter als Lohn.<br/><br/>Deswegen hiessen die Herbstferien zu meiner Schulzeit "Kartoffelferien".<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Sommerurlaub 1976</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/sommerurlaub-1976.html</link>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 07:26:14 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/sommerurlaub-1976.html</guid>
				<description><![CDATA[Nachdem meine Familie und ich ein paar verregnete Sommer an der Nordsee hinter uns hatten, wollten wir mal wieder in den Süden und hatten unseren Sommerurlaub 1976 in Rumänien an der Schwarzmeerküste gebucht. <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/sommerurlaub-1976.html" title="Sommerurlaub 1976">Weiterlesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Nachdem meine Familie und ich ein paar verregnete Sommer an der Nordsee hinter uns hatten, wollten wir mal wieder in den Süden und hatten unseren Sommerurlaub 1976 in Rumänien an der Schwarzmeerküste gebucht.<br/><br/>Die Rumänische Landeswährung war das Leu, in Rumänien war der offizielle Wechselkurs 1:4, d.h. für eine DM gab es 4 Lei.<br/><br/>Wenn man aber bereits in Deutschland DM gegen Lei eintauschte, bekam man für eine DM 14 Lei, als dreieinhalb mal so viel, wie der "offizielle" Wechselkurs.<br/><br/>Es war nur ein kleiner Haken an der Sache: Rumänen war Teil des Ostblockes und hatte Devisenmangel, weshalb möglichst viel "West-Geld" ins Land gelangen sollte. Daher war es strengstens verboten Lei nach Rumänien einzuführen.<br/><br/>Was also tun wenn man keine große Urlaubskasse hat? Schmuggeln?<br/><br/>Meine Frau war unsicher, ob sowas gut geht. Ich war da anders, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also übernahm ich die Aufgabe, das Geld zu verstecken.<br/><br/>Die Wochen vergingen, der Urlaub rückte näher und wir freuten uns auf den Urlaub. Das Geld war ganz vergessen.<br/><br/>Bei der  Ankunft am Flughafen in Rumänien waren die Kontrollen sehr streng. Es gab Stichproben und jeder vierte musste sich eine Leibesvisite gefallen lasssen. Ich musste in die Kabine zur Kontrolle und wurde restlos durchsucht.<br/><br/>Meine Frau wartete angstvoll und dachte daran, was wohl passiert, wenn sie bei mir das Geld finden. Geht es dann wieder zurück oder muss ich hier in Rumänien in den Knast?<br/><br/>Entspannt kam ich wieder aus der Kabine heraus. Wir fuhren mit dem Urlaubsbus nach Mangalia/Jupiter. Während der ganzen Busfahrt traute sie sich nicht zu fragen. Erst als wir im Hotel in unserem Zimmer waren fragte sie, wo ich das Geld versteckt hatte.<br/><br/>Als ich ihr erklärte, das Geld sei im Innenfutter ihrer Handtasche versteckt, war sie erstmal sprachlos und wir hatten am Anfang ein kleine  "Funkstille"...<br/><br/>Mit fast 3000 Lei verbrachten wir dann noch einen tollen Urlaub.  Das Wetter war super und wir konnten viele Ausflüge machen und essen und trinken was wir wollten, denn es war für uns alles bezahlbar.<br/><br/>Nach 14 Tagen hatten wir zum Ende des Urlaubs immer noch viele Lei über.  Die Lei wieder mit nach Hause nehmen hatte keinen Sinn, der Rückwechselkurs war zu schlecht. Daher ging es dann mit vielen folkloristischen Stickereien und kunstvollen Holzschnitzereien in unseren Koffern wieder nach Hause, die wir mit unseren restlichen Lei gekauft haben.<br/><br/>Ein wunderschönes handgeschnitztes Schachspiel lebt heute noch und erinnert an diesen prima Urlaub an der Schwarzmeerküste.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Hartes Brot</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/hartes-brot.html</link>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 11:28:34 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/hartes-brot.html</guid>
				<description><![CDATA["Hartes Brot", dieser Ausspruch hat mich ein Leben lang begleitet.<br/><br/>Ich denke an die Zeit, als ich 1945 auf der <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine_heimkehr.html" title="Meine Heimkehr">"Heimkehr" zu meiner Familie in Oberfranken</a>, gehungert habe, wie ich als 16 jähriger mit den Holzarbeitern in den Forst ging, <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine-erste-nachkriegsweihnacht.html" title="Meine erste Nachkriegsweihnacht">um Holz zu schlagen für ein paar Flaschen Bier und Hummelfiguren, die ich dann bei den Amerikanern gegen Nahrungsmittel eintauschte</a>, damit die Familie was zu Essen bekam.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/hartes-brot.html" title="Hartes Brot"> "Hartes Brot" weiterlesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA["Hartes Brot", dieser Ausspruch hat mich ein Leben lang begleitet.<br/><br/>Ich denke an die Zeit, als ich 1945 auf der <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine_heimkehr.html" title="Meine Heimkehr">"Heimkehr" zu meiner Familie in Oberfranken</a>, gehungert habe, wie ich als 16 jähriger mit den Holzarbeitern in den Forst ging, <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine-erste-nachkriegsweihnacht.html" title="Meine erste Nachkriegsweihnacht">um Holz zu schlagen für ein paar Flaschen Bier und Hummelfiguren, die ich dann bei den Amerikanern gegen Nahrungsmittel eintauschte</a>, damit die Familie was zu Essen bekam.<br/><br/>Heute brauche ich keinen Hunger mehr zu haben, und kaufe aber doch nicht mehr Lebensmittel ein, wie ich brauche.<br/><br/>Jetzt sehe ich im Fernsehen, wie einwandfreie Lebensmittel in den Müll wandern. Hat man denn keine Achtung mehr vor Nahrungsmitteln und den Erzeugnissen von "Mutter Natur"?<br/><br/>Wenn Besucher im Stadtgarten das Frühstück, dass sie sich bei der Caritas-Suppenküche kurz vorher geholt haben, an die Enten verfüttern, muss ich sagen, die haben wohl nie wirklich Hunger erlebt.<br/><br/>Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft die nicht daran denkt, dass in unserer Welt immer noch Menschen verhungern.<br/><br/>Es gibt kein hartes Brot, denn Brot zu haben ist nicht hart.<br/>Kein Brot zu haben ist hart.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Die Polizei  Dein Freund und Helfer</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/die-polizei-dein-freund-und-helfer.html</link>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 19:03:34 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/die-polizei-dein-freund-und-helfer.html</guid>
				<description><![CDATA[In den Medien ist im Augenblick zu sehen und zu hören, wie unsere Polizei mit Respektlosigkeit angegangen wird. Der Satz <strong>"Die Polizei Dein Freund und Helfer"</strong> hat für einige keine Gültigkeit mehr. Mein Freund und Helfer war sie mehr als einmal.  ... <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/die-polizei-dein-freund-und-helfer.html" title="Die Polizei  Dein Freund und Helfer">Ganze Geschichte lesen ...</a>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[In den Medien ist im Augenblick zu sehen und zu hören, wie unsere Polizei mit Respektlosigkeit angegangen wird. Der Satz <strong>"Die Polizei Dein Freund und Helfer"</strong> hat für einige keine Gültigkeit mehr.<br/><br/>Mein Freund und Helfer war sie mehr als einmal. Als Beispiel fällt mir dazu folgendes Erlebnis ein: Ich hatte Nachtschicht, meine Frau war berufstätig und meine dreijährige Tochter wurde von ihrer Oma betreut.<br/><br/>Morgens fuhren Oma und meine Tocher mit dem Bus in die Stadt um Kleinigkeiten einzukaufen. Als sie nach dem Einkauf auf dem Nachhauseweg wieder zum Busbahnhof gingen, lief meine Tocher vor zum Bus und stieg ein.<br/><br/>Der Bus fuhr los. Ohne die Oma, die nicht so schnell hinterherkam.<br/><br/>Als Oma verzweifelt dem losfahrenden Bus hinterhersah, bemerkte sie dann zu ihrem entsetzen auch noch, dass meine Tochter in den falschen Bus, den nach Herne, eingestiegen war.<br/><br/>Gegen 11 Uhr morgens wurde ich geweckt. Ich ging zur Tür, draussen stand die Polizei mit meiner Tochter. Ich wusste da noch nicht, was los war. Die Polizisten erzählten mir dann, dass meine Tochter in Herne vom Busfahrer der Polizei übergeben worden war.<br/><br/>Da wir meiner Tochter beigebracht hatten, dass sie keine Angst vor der Polizei zu haben braucht und sie auch ihren Namen und ihre Adresse auswenig gelernt hatte, war es für die Polizei ein leichtes, sie nach Hause zu bringen.<br/><br/>Jetzt ging es an die Suche der Oma.<br/><br/>Sie war immer noch am Busbahnhof und befragte jeden Busfahrer nach einem kleinem Mädchen. Ich konnte sie endlich beruhigen und wir waren froh, dass alles so gut ausgegangen ist.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Weiter gehts ...</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/weiter-gehts.html</link>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 13:21:10 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/weiter-gehts.html</guid>
				<description><![CDATA[Hallo liebe Leser,<br/><br/>aus familiären und gesundheitlichen Gründen habe ich die letzten 8 Monate nicht schreiben können. Ab jetzt werde ich wieder  von Zeit zu  Zeit neue Geschichten ins Blog setzen und bedanke mich für Eure Ausdauer und Geduld.<br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Hallo liebe Leser,<br/><br/>aus familiären und gesundheitlichen Gründen habe ich die letzten 8 Monate nicht schreiben können. Ab jetzt werde ich wieder  von Zeit zu  Zeit neue Geschichten ins Blog setzen und bedanke mich für Eure Ausdauer und Geduld.<br/><br/><br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Alles Gute für 2011</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/alles-gute-fuer-2011.html</link>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 10:16:51 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/alles-gute-fuer-2011.html</guid>
				<description><![CDATA[Allen Besuchern meines Blogs wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2011.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Allen Besuchern meines Blogs wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2011.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Ein Weihnachtsgeschenk</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/ein-weihnachtsgeschenk.html</link>
		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 07:36:13 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/ein-weihnachtsgeschenk.html</guid>
				<description><![CDATA[Als mein erster Enkel geboren wurde und meine Tochter nach einiger Zeit wieder ihrem Beruf nachging, war der Kleine täglich bei meiner Frau und mir.<br/><br/>Als dreijähriger ging er immer mit mir spazieren. Unser Gang durch den Stadtgarten, anschließend in die Castroper Innenstadt, war eine tägliche Selbstverständlichkeit.<br/><br/>Mit sechs Jahren wurde er eingeschult. Von da an war er nicht mehr täglich bei uns und fehlte mir sehr.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/ein-weihnachtsgeschenk.html" title="Ein Weihnachtsgeschenk">Ein Weihnachtsgeschenk weiter lesen</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Als mein erster Enkel geboren wurde und meine Tochter nach einiger Zeit wieder ihrem Beruf nachging, war der Kleine täglich bei meiner Frau und mir.<br/><br/>Als dreijähriger ging er immer mit mir spazieren. Unser Gang durch den Stadtgarten, anschließend in die Castroper Innenstadt, war eine tägliche Selbstverständlichkeit.<br/><br/>Er kannte mit der Zeit alle meine Rentnerkollegen, die wir dabei trafen, mit Vornamen. In der Innenstadt war ein Würstchenstand, da konnte er nicht vorbei gehen ohne eine Wurst zu essen. Beate, die Wurstverkäuferin, wartete schon immer auf uns - und wenn er nicht kam glaubte sie es sei etwas passiert.<br/><br/>Mit sechs Jahren wurde er eingeschult. Von da an war er nicht mehr täglich bei uns und fehlte mir sehr.<br/><br/>Eines Tages sagte ich dem Steppke: <i>"Du kommst jetzt so selten zum Opa, du fehlst mir sehr."</i><br/><br/>Weihnachten darauf schenkte er mir eine Kaffetasse mit seinem Bild und sagte: <i>"Opa jetzt hast du mich jeden Morgen beim Frühstück vor Augen."</i> Ich war überrascht und freute mich.<br/><br/>Die Tasse habe ich heute noch, sie war ein schönes Weihnachtsgeschenk.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Meine erste Nachkriegsweihnacht</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine-erste-nachkriegsweihnacht.html</link>
		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 07:16:21 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine-erste-nachkriegsweihnacht.html</guid>
				<description><![CDATA[1945 hatte ich nach Kriegsende meine Mutter, meine Geschwister und die Schwester meiner Mutter mit ihren kleinen Kindern nach langer Suche wieder gefunden (siehe "<a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine_heimkehr.html" title="Meine Heimkehr">Meine Heimkehr</a>").<br/><br/>In einem Dorf bei Coburg waren sie  in einem Saal einer Gaststätte als Flüchtlinge untergebracht.<br/><br/>Das wichtigste war jetzt, die Grossfamilie mit Essen zu versorgen. Betteln bei den Bauern des Dorfes um ein paar Kartoffeln oder Brot war dabei normal.<br/><br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine-erste-nachkriegsweihnacht.html" title="Meine erste Nachkriegsweihnacht"> Meine erste Nachkriegsweihnacht weitlerlesen</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[1945 hatte ich nach Kriegsende meine Mutter, meine Geschwister und die Schwester meiner Mutter mit ihren kleinen Kindern nach langer Suche wieder gefunden (siehe "<a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine_heimkehr.html" title="Meine Heimkehr">Meine Heimkehr</a>").<br/><br/>In einem Dorf bei Coburg waren sie  in einem Saal einer Gaststätte als Flüchtlinge untergebracht.<br/><br/>Das wichtigste war jetzt, die Grossfamilie mit Essen zu versorgen. Betteln bei den Bauern des Dorfes um ein paar Kartoffeln oder Brot war dabei normal.<br/><br/>Ich bekam nach einigen Tagen Arbeit im Wald beim Förster und wurde mit Deputat entlohnt das ich gegen Lebensmittel tauschen konnte.<br/><br/>Meine Mutter  hatte in der Gaststätte ein Kartenspiel gefunden und fing bei den anderen Flüchtlingsfrauen an, Karten zu legen. Ich wusste gar nicht, daß sie das kann und sie erzählte mir, sie hätte es als junges Mädchen bei einer Zigeunerin in Beuthen o/s gelernt.<br/><br/>Mit der Zeit machte es im Dorf die Runde und sie wurde von den Dorffrauen zum Kartenlegen eingeladen. Als einige der Vorrausagen, die meine Mutter machte, auch noch zutrafen wurde die Kundschaft immer grösser. Selbst aus den Nachbardörfern kamen Frauen um sich die Zukunft durch das Kartenlegen vorraussagen zu lassen.<br/><br/>Alles was an guten Lebensmittel während des Krieges nicht zu bekommen war, weil die Bauern es für sich behalten wollten, hatten wir jetzt. Mit allen anderen Flüchtlingen des Hauses bereiteten wir damit ein feines Weihnachtessen.<br/><br/>Für mich war das seit langer Zeit die schönste Weihnacht.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Onkel Alois</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/onkel-alois.html</link>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 10:25:08 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/onkel-alois.html</guid>
				<description><![CDATA[Der jüngste Bruder meiner Mutter wurde 1944 als siebzehnjähriger nach Russland in den Krieg eingezogen.<br/><br/>Wir hatten seit dem nicht mehr von ihm gehört, bis er unerwartet im Herbst 1947 bei uns uns Castrop vor unserer Tür stand.<br/><a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/onkel-alois.html" title="Onkel Alois">Mehr über Onkel Alois lesen...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Der jüngste Bruder meiner Mutter wurde 1944 als siebzehnjähriger nach Russland in den Krieg eingezogen.<br/><br/>Wir hatten seit dem nicht mehr von ihm gehört, bis er unerwartet im Herbst 1947 bei uns uns Castrop vor unserer Tür stand.<br/><br/>Wir waren die einzigen der Familie, die nach dem Krieg wieder an ihren alten Wohnort zurück gekehrt waren. Das war sein Glück , so hatte er jemanden, und konnte er bei uns bleiben.<br/><br/>Als Russlandheimkehrer wurde er vom Heimkehrerverband soweit versorgt.<br/><br/>Ich hatte jetzt einen Onkel, der nur drei Jahre älter war als ich. Er war vom Krieg und der Gefangenschaft gezeichnet und immer ausgehungert. Wenn ich von der Schicht kam, saß er bereits am Esstisch und sagte, noch bevor ich zu essen anfing <i>"Hans, wenn du nicht mehr essen willst, dann ess' ich weiter"</i>. Manchmal war ich dadurch schon satt und habe ihm mein ganzes Essen überlassen.<br/><br/>Wenn ich zum Wochenende mit meinen Kumpels ausging, war er nun immer mit dabei, denn er musste lernen wieder in Gesellschaft zu sein (und mit Frauen auszugehen). Das klappte so halbwegs und mit der Zeit  hatte er sich einen eigenen Bekanntenkreis geschaffen.<br/><br/>Er lernte dann nach einiger Zeit eine Frau aus Stralsund kennen, mit der er dann später nach (Mecklenburg-)Vorpommern ging.<br/><br/>Mecklenburg-Vorpommern war ja Teil der DDR und deswegen hörten wir dann nur noch ganz selten telefonisch oder per Brief von ihm. Und über die Jahre riss der Kontakt ganz ab.<br/><br/>1993, als ich wieder mal auf der Kieler-Woche war, zusammen mit Django,  liessen wir es uns Abends nach dem Segeln auf der Kiellienie mit internationalen Spezialitäten, Wein und Musik gut gehen.<br/><br/>In der Nähe unseres Sitzplatzes war ein Stand mit Ostseefisch aus Stralsund. Die Stimme des Verkäufers schallte zu uns herüber, sie kam mir sehr bekannt vor.<br/><br/>Ich ging zu dem Stand um zu sehen, ob es ein Bekannter war. Es war Onkel Alois. Wir haben uns sehr über das Wiedersehen gefreut, blieben ab da in Kontakt und haben uns auch einige Male auf der Kieler Woche wiedergetroffen.<br/><br/>2002 verstarb der Onkel. Seine Familie kannte ich nur durchs Telefon. Schade.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
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