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	<title>Castroper-Geschichten</title>
	<link>http://www.castroper-geschichten.de/</link>
	<description>Castroper-Geschichten</description>
	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:32:12 +0100</pubDate>
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	<language>de</language>
	<copyright>Copyright by </copyright>
	<item>
		<title>Klapprad im Westwind</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/klapprad-im-westwind.html</link>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:43:40 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/klapprad-im-westwind.html</guid>
				<description><![CDATA[In Kiel war ich im Sommer '85 wieder als Haushüter eingeladen. Ein wenig Blumen- und Gartenpflege, mehr war nicht zu tun.<br/><br/>An einem Tag nahm ich das in der Garage stehende Klapprad und fuhr zur Kiellinie. Die Kieler Förde war übervoll mit Schiffen - schön anzuschauen. Mit dem Fördedampfer fuhr ich zum Ostufer, ich wollte von dort mit dem Fahrad den Fördewanderweg entlang fahren. <br/><br/><a class="wlinki" href ="/allgemein/klapprad-im-westwind.html" title="Klapprad im Westwind">Weiter lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[In Kiel war ich im Sommer '85 wieder als Haushüter eingeladen. Ein wenig Blumen- und Gartenpflege, mehr war nicht zu tun.<br/><br/>An einem Tag nahm ich das in der Garage stehende Klapprad und fuhr zur Kiellinie. Die Kieler Förde war übervoll mit Schiffen - schön anzuschauen. Mit dem Fördedampfer fuhr ich zum Ostufer, ich wollte von dort mit dem Fahrad den Fördewanderweg entlang fahren.<br/><br/>Der Fördewanderweg geht in östlicher Richtung entlang der Ostsee bis nach Fehmarn. Es war wunderbar, der Weg  führte mich über Laboe, Neustein und Marina Wendtorf bis zum Schönberger Strand. Dort hatten sich im Jahr 1945 auf der Flucht über die Ostsee Fischer aus Westpreußen niedergelassen und gingen ihrem Fischereiberuf nach<br/><br/>In der Räucherei gab es frisch geräucherten Fisch - mit einer Flasche Bier war das eine Leckerei.<br/><br/>Nach der grossen Pause ging es wieder zurück nach Kiel. Nach einigen Kilometern wurde mir bewusst, warum die Hinfahrt mir so leicht gefallen war - auf der Hinfahrt hatte ich Rückenwind.<br/><br/>Doch auf der Rückfahrt fuhr ich jetzt gegen den starken Westwind an. Die Rückfahrt wurde immer beschwerlicher. Ich schaffte es bis Laboe und fuhr den Rest dann mit dem Dampfer nach Kiel. Den Weg ins Haus machte ich zu Fuß, den ich konnte nicht mehr im Sattel sitzen. <br/><br/>Das Klapprad habe ich, so lange ich in Kiel war, nicht mehr angefasst.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Denk ich an Borussia ...</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/denk-ich-an-borussia.html</link>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 14:38:58 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/denk-ich-an-borussia.html</guid>
				<description><![CDATA[Denk ich an Borussia, fällt mir der Sommer 1957 ein, als Borussia Dortmund Deutscher Meister wurde. <a class="wlinki" href ="/allgemein/denk-ich-an-borussia.html" title="Denk ich an Borussia ...">Mehr ...</a>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Denk ich an Borussia, fällt mir der Sommer 1957 ein, als Borussia Dortmund Deutscher Meister wurde.<br/><br/>Im Sommer 57 kam mein Freund Herbert zu mir und fragte mich, ob ich Lust hätte zum Fussballspiel um die deutsche Meisterschaft nach Hannover mit zu fahren, es spielte Dortmund gegen den H.S.V.<br/><br/>Uwe Seeler war mein Idol, ich sagte sofort zu. Herbert hatte die Karten besorgt, sein Schwager hat ein Auto, so wollten wir  bequem nach Hannover.<br/><br/>Am 23. Juni 1957 um Acht Uhr wurde ich abgeholt. Das Auto war ein kleines Gogomobil. Wie sollten wir mit 4 kräftigen Zwei-Zentner Männern da reinpassen? Wir passten. Ich saß hinten zusammengefaltet wie eine Ziehharmonika, und konnte kaum Luft holen. Wie lange ich das wohl aushalten kann?<br/><br/>Wir brausten mit 80 Sachen über die Autobahn Richtung Hanover, eine Weile ging es noch ganz gut. Doch dann bei Porta Westfalica, als die Autobahn steil den Berg hochführte, machte das Goggomobil auf halber Höhe schlapp. Wir mussten rechts auf den Standstreifen und anhalten.<br/><br/>Das Auto schaffte es nicht mit unserem Gewicht die Steigung zu nehmen. Also mussten zwei Mann aussteigen und auf dem Standstreifen zu Fuss den Berg hochlaufen.<br/><br/>Oben wieder einsteigen ins wartende Auto. Den Berg bei Bad Eilsen sind wir dann mit 100 Sachen wieder runter.<br/><br/>Wir waren noch rechtzeitig zum Spiel im Stadion. Das Spiel war Klasse, der lange Mittelläufer von Dortmund liess meinem Idol Uwe keine Chance und unser Castroper Niepieklo (mit dem ich früher in Castrop Fussball gespielt hatte) schoss zwei Tore für Borussia Dortmund. Das Spiel endete 4 zu 1 für Dortmund und Dortmund war Deutscher Meister.<br/><br/>Nach dem Spiel wollte ich aber nicht mehr mit dem Gogo nach Hause, ich dachte an den Berg von Bad Eilsen. Wieder aussteigen und laufen, das wollte ich nicht nochmal. Ich bin dann mit der Bahn nach Hause gefahren und kam ausgeruht in Castrop an.<br/><br/>Alles in allen, war es ein schönes Fussballerlebniss.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Die Schuhe vom Nikolaus</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/die-schuhe-vom-nikolaus.html</link>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 17:30:43 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/die-schuhe-vom-nikolaus.html</guid>
				<description><![CDATA[Als meine Tochter noch klein war, begann in meiner Familie am 1. Advent immer die Vorweihnachtszeit. Ab da konnte man sich auf Weihnachten freuen. <a class="wlinki" href ="/allgemein/die-schuhe-vom-nikolaus.html" title="Die Schuhe vom Nikolaus">Weiter ...</a>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Als meine Tochter noch klein war, begann in meiner Familie am 1. Advent immer die Vorweihnachtszeit. Ab da konnte man sich auf Weihnachten freuen.<br/><br/>Aus dieser Zeit ist mir noch eine Geschichte in Erinnerung. Am Nikolausabend 1960 sollte unser Nachbar den Nikolaus für meine Tochter machen. Aber er hatte einen Unfall und musste absagen.<br/><br/>Die ganze Familie/Verwandschaft war für diesen Abend eingeladen, also musste der Nikolaus kommen.<br/><br/>Mein Bruder war auch anwesend und wurde überredet, kurzfristig als Nikolaus einzuspringen. Beim Nachbarn wurde er eingekleidet und alle warteten gespannt auf den Nikolaus.<br/><br/>Plötzlich ging pollternd die Tür auf und der Nikolaus stand in der Stube. Meine fünfjährige Tochter, die mit grossen Augen und etwas ängstlich den Nikolaus ansah, wurde mit verstellter Stimme aufgefordert nach vorne zu kommen um ein Gedicht aufzusagen.<br/><br/>Mit dem Lob vom Nikolaus bekam sie ihre Geschenke.<br/><br/>In diese feierliche Stimmung hinein sagte meine Tochter verwundert und gar nicht mehr ängstlich zum Nikolaus: "Oh, Nikolaus Du hast ja die Schuhe von meinem Onkel an!"<br/><br/>Wir waren alle perplex. Der Nikolaus auch. Er wusste darauf keine Antwort und und ging. Unsere späteren Erklärungen nahm meine Tochter nicht an, für sie waren das die Schuhe vom Onkel, die der Nikolaus getragen hat.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Pfingstpicknick auf der Rennbahn</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/pfingstpicknick-auf-der-rennbahn.html</link>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 07:01:16 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/pfingstpicknick-auf-der-rennbahn.html</guid>
				<description><![CDATA[Pfingstsonntag 1949, es war ein schöner Sonnentag, holte ich die Blonde wie verabredet von zu Hause ab. Sie schlug vor, auf dem Rennbahngelände in Castrop ein Picknick zu machen. Alles was man dazu benötigte, hatte Sie schon dabei. <a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/pfingstpicknick-auf-der-rennbahn.html" title="Pfingstpicknick auf der Rennbahn"> Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Am Pfingstsamstag Abend trafen wir <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/die_schwarzbrenner_von_schwerin.html" title="Die Schwarzbrenner von Schwerin">Schwarzbrenner</a> uns im Tanzlokal Östreich auf Schwerin, es war wie immer ein schöner Abend. Die <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/die_schwatte.html" title="Die Schwatte">Schwatte</a>, die ich auf der Castroper Kirmes kennen gelernt hatte, war auch da. Ich tanzte ein paarmal mit Ihr, Sie bot mir später an dem Abend noch an, Sie nach der Veranstaltung nach Hause zu bringen. Was das bedeutete war klar.<br/><br/>Ich lehnte aber ab, denn ich hatte mich für Sonntagnachmittag mit der <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/die_schwiegertocher.html" title="Die Schwiegertocher">Blonden</a> verabredet. Zwei an einem Wochenende, das war mir zu viel.<br/><br/>Pfingstsonntag 1949, es war ein schöner Sonnentag, holte ich die <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/die_schwiegertocher.html" title="Die Schwiegertocher">Blonde</a> wie verabredet von zu Hause ab. Sie schlug vor, auf dem Rennbahngelände in Castrop ein Picknick zu machen. Alles was man dazu benötigte, hatte Sie schon dabei.<br/><br/>An höchster Stelle der Rennbahn, mit Blick auf Castrop, liessen wir uns nieder, breiteten die Decke aus und wir machten uns über das Mitgebrachte (Hausschlachtung) her<br/><br/>Es war toll. Wir lagen in der Sonne und schauten in den blauen Himmel. Wir hatten uns viel zu erzählen.<br/><br/>Nach einiger Zeit fragte Sie mich,<strong>"Soll ich dir mal zeigen, wo ich am Blinddarm operiert wurde?"</strong> Ich war verdutzt und erstaunt, daß sie den Anfang macht, denn ich hatte mich nicht getraut und stotterte nur <strong>"Zeig mal."</strong><br/><br/>Sie richtete sich auf und zeigte mit dem Arm in Richtung Castrop. <strong>"Wenn du hinter dem Bahndamm das grosse Haus siehst, das ist das katholische Krankenhaus, da wurde ich am Blinddarm operiert."</strong> Ich war so verdutzt, ich wusste nichts zu sagen.<br/><br/>Ich brachte Sie später nach Hause, mit einem Küsschen wurde ich entlassen. Jetzt wusste ich was es heisst, zwischen zwei Stühlen zu sitzen.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kater Düsentrieb</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/kater-duesentrieb.html</link>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 11:57:41 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/kater-duesentrieb.html</guid>
				<description><![CDATA[Bei meinen Besuchen in Kiel lernte ich auch Freunde von <a class="wlinki" href ="/allgemein/django.html" title="Django">Django</a> kennen. Einmal war ich dort zum Abendessen eingeladen. In der Wohnung lebte auch ein getigerter Kater, Kater Düsentrieb. <a class="wlinki" href ="/allgemein/kater-duesentrieb.html" title="Kater Düsentrieb">Mehr lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Bei meinen Besuchen in Kiel lernte ich auch Freunde von <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/django.html" title="Django">Django</a> kennen. Einmal war ich dort zum Abendessen eingeladen. In der Wohnung lebte auch ein getigerter Kater, Kater Düsentrieb.<br/><br/>Die Gastgeberin war in der Küche beschäftigt, um was Leckeres auf den Tisch zu bringen. Ich saß im Wohnzimmer und konnte von dort einen Teil der Küche einsehen.<br/><br/>Ich sah viele leckere Sachen, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen liessen. Auch eine Fischplatte, damals meine Leibspeise wenn ich im Norden war.<br/><br/>Doch plötztlich sah ich den Kater Düsentrieb sich über die Fischplatte hermachen, er liess es sich genüßlich schmecken. Ich wollte gerade aufspringen, um den Kater wegzuscheuchen, da war die Gastgeberin schon dabei die Platte wieder neu zu richten.<br/><br/>Da ich bis dahin mit Katzen nichts zu tun hatte, wollte ich meine Vorliebe für Fisch nicht mit dem Kater teilen. Ich war sehr pingelig mit meinem Essen.<br/><br/>Als es dann zum Essen ging, habe ich den Fisch ignoriert und mich an anderen leckeren Sachen gelabt.<br/><br/>Die Gastgeber waren erstaut, daß ich keinen Fisch nahm, denn extra für mich hatte sie eine besonders große Fischplatte aufgetischt.<br/><br/>Später, als ich die Freunde besser kannte und auch schon mal den Haushüter bei ihnen machte (siehe <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/der_richtige_schlag.html" title="Der richtige Schlag">Der richtige Schlag</a>),  habe ich ihnen die ganze Geschichte erzählt. Wir  haben gelacht und dann mit Freuden gemeinsam Fisch gegessen.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der Berggewerbe Oberlehrer</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/der-berggewerbe-oberlehrer.html</link>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 08:12:35 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Bergbau</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/der-berggewerbe-oberlehrer.html</guid>
				<description><![CDATA[Während meiner Zeit als Bergfremder in der Ausbildung, musste ich die Bergberufsschule der Zeche Victor besuchen. Weil ich damals aber nur vorübergahend im Bergbau arbeiten wollte, interessierte mich der Unterricht wenig und ich machte andere Dinge ...  <a class="wlinki" href ="/bergbau/der-berggewerbe-oberlehrer.html" title="Der Berggewerbe Oberlehrer">Lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Während meiner Zeit als Bergfremder in der Ausbildung, musste ich die Bergberufsschule der Zeche Victor besuchen.<br/><br/>Wir hatten einen sehr strengen Berggewerbeoberlehrer, der versuchte, den Schülern viel Wissen des Bergbaus beizubringen.Wir waren zwei Bergfremde in der Klasse, uns interessierte der Stoff wenig, denn wir dachten, unsere Zeit im Bergbau sollte nur vorübergehend sein. Also beschäftigten wir uns mit anderen Dingen im Unterricht.<br/><br/>Als dem es dem Oberlehrer zu viel wurde, liess er uns zur Strafe nach Feierabend ein Kapitel Bergbau Geschichte aufschreiben und Abends bei ihm zu Hause vorbei bringen.<br/><br/>Wir kamen Abends dem Auftrag nach, doch er war nicht anwesend. Seine Frau sagte uns wo er jetzt anzutrefffen sei, es war die Kneipe in Zechennähe.<br/><br/>Als wir die Kneipe betraten, war unser Oberlehrer schon ganz schön angeheitert. Er begrüsste uns mit einem "Hallo", unsere Arbeiten wollte er gar nicht sehen. Wir mussten uns zu ihm setzen und er erklärte uns das Knobeln.<br/><br/>Nach cirka zwei Stunden war es Zeit Ihn nach Hause zu bringen (alleine konnte er nicht mehr stehen geschweige denn gehen). Wir behielten diese Sache aber für uns.<br/><br/>Am Ende unserer Ausbildung hatten wir eine gute Benotung, sogar mit der Empfehlung, die Bergschule zu besuchen.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>80 Jahre</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/80-jahre.html</link>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 00:00:32 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/80-jahre.html</guid>
				<description><![CDATA[Hans,<br/>alles Gute und Liebe zu Deinem 80. Geburtstag.<br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Hans,<br/>alles Gute und Liebe zu Deinem 80. Geburtstag.<br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der Blaue</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der-blaue.html</link>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 16:48:54 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der-blaue.html</guid>
				<description><![CDATA[Als Kind ging ich mit 11 Jahren zum Jungvolk. Jeden Samstagnachmittag hatten wir Dienst. Unser Fähnleinführer, den wir Kinder den "Blauen" nannten,  war ein ganz strenger Nazi. Jahre später traf ich ihn auf Erin unter Tage wieder und geriet mit ihm aneinander. <a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/der-blaue.html" title="Der Blaue">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Als Kind ging ich mit 11 Jahren zum Jungvolk (<a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der_bauch_muss_frei_bleiben.html" title="Der Bauch muss frei bleiben">Der Bauch muss frei bleiben</a>). Jeden Samstagnachmittag hatten wir Dienst. Das heisst, wir mussten in Uniform an der Augustaschule (der heutigen Elisabethschule) in Obercastrop erscheinen. Marschieren und Singen war angesagt. Wir hatten einen rothaarigen Fähnleinführer, den wir unter uns nur den "Blauen Helmut" nannten. Der blaue Helmut war ein ganz strenger Nazi.<br/><br/>Immer, wenn bei uns Kindern etwas nicht sofort klappte, und das war nicht selten, liess er uns strafexerzieren. Das heisst, dass wir dann den gesamten restlichen Nachmittag mit ständigem <i>"Hinlegen! Aufstehen! Hinlegen! Aufstehen! ...."</i> verbrachten.<br/><br/>Als ich dann zur AHS ging (<a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine_umkehr.html" title="Meine Umkehr">Meine Umkehr</a>), verlor ich den Blauen aus den Augen.<br/><br/>Später dann im Bergbau auf Zeche Erin, ich war bei den Umlegern (<a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/der_sachsenmeister.html" title="Der Sachsenmeister">Der Sachsenmeister</a>), traf ich den blauen Helmut wieder.<br/><br/>Meine Kumpel und ich hatten wegen guter Leistung einen sogenannten "Vorkorbschein". Das heisst, wir durften nach der Schicht zuerst mit einem früheren Korb ausfahren.<br/><br/>Eines Tages nach der Schicht bei der Ausfahrt hatte ein Steiger Seilfahrtsdienst, der uns trotz unserem Vorkorbschein die frühere Ausfahrt verweigerte. Er sagte: <i>"Hier fährt keiner raus, wenn ich das nicht will."</i><br/><br/>Ich war erstaunt, denn wen sah ich da? Es war der blaue Helmut. Ich ging nach Vorne und sagte zu ihm: <i>"Als Fähnleinführer hast du über uns bestimmt, aber hier bei der Ausfahrt bestimmen wir mit dem Schein über uns selber. Wir fahren jetzt aus, ob es Dir passt oder nicht!"</i><br/><br/>Er liess uns dann kommentarlos ausfahren. Ich hatte mit Ärger von Oben gerechnet, weil ich mich mit einem Steiger angelegt hatte (<a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/bergbau/mein_abschied_von_victor_3_4.html" title="Mein Abschied von Victor 3/4">Mein Abschied von Victor 3/4</a>), aber es kam nichts. Ich habe dann erfahren, der Blaue hat sich kurz danach versetzen lassen.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Stube 46</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/stube-46.html</link>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 07:56:12 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/stube-46.html</guid>
				<description><![CDATA[Wie ich an anderer Stelle erwähnte, war ich von April bis November 1941 durch die Kinderlandverschickung in einem Benedictinerkloster in Tutzing am Starnbergersee. Auf unserer Stube, Stube 46, waren wir mit 20 Jungen. <a class="wlinki" href ="/allgemein/stube-46.html" title="Stube 46">Weiter ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Wie ich an <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/meine_umkehr.html" title="Meine Umkehr">anderer Stelle erwähnte</a>, war ich von April bis November 1941 durch die Kinderlandverschickung in einem Benedictinerkloster in Tutzing am Starnbergersee.<br/><br/>Auf unserer Stube, Stube 46, waren wir mit 20 Jungen. Unsere Stube war ein kleiner Saal mit Doppelstockbetten. Wir waren alles elfjährige, nur unser Stubenältester, Salomon, war 13. Weil er sich so Namen wie "Rezscisnik" oder "Robakowski" nicht merken konnte, gab er uns allen Tiernamen, mit denen wir dann von ihm, statt mit unseren richtigen Namen, angesprochen wurden. Das waren Namen wie Stier, Bulle, Hengst, Eichhörnchen, Schaf, Schlange usw.. Ich war "Igel", wegen meiner kurzen Haare.<br/><br/>Unsere Stube 46 war eine eingeschworene Gemeinschaft, wir haben alles untereinander geteilt. Unser Kamerad Nöthe bekam jede Woche Kuchen von Zuhause geschickt, der wurde dann unter Allen in der Stube aufgeteilt.<br/><br/>Der Tagesablauf war immer gleich: Morgens gab es Schule, und Nachmittags sogenannte "Freizeitgestaltung" durch die H.J. (Hitlerjugend).<br/><br/>Die Nonnen des Klosters kochten für 300 Jungen, den Lehrkörper und die Lagerleitung.<br/><br/>Mittags am Tisch, mussten jede Gruppe abwechselnd Tisch und Küchendienst machen. Mit einem Tischspruch begann das Essen, das waren so markige Sprüche wie:<br/><br/><i>"Auf das die edle Jauche, Wellen schlag in unserem Bauche"</i> oder  <i>"Bescheidenheit, Bescheidenheit verlass mich nicht bei Tische und sorg das ich zur rechten Zeit das grösste Stück erwische."</i><br/><br/>Einmal bauten wir uns am See ein Floss. Mit 8 Mann  (Jungens) gingen wir drauf und paddelten weit auf den See raus. Dann fingen einige an zu schaukeln. Was dann kam, war klar: Alle lagen im See und mussten ans Ufer schwimmen. Für unsere Stube gab es einen strengen Verweis.<br/><br/>Im vorigen Jahr traf ich mich mit meinen Stubenkollegen Sudhof und Nöthe, wir hatten viel zu erzählen. Nach fast 70 Jahren war die Zeit in Tutzing schön, das Negative war vergessen.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Deutschlandfunk Radiobeitrag über Castroper-Geschichten</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/deutschlandfunk-radiobeitrag-ueber-castroper-geschichten.html</link>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 09:58:11 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/deutschlandfunk-radiobeitrag-ueber-castroper-geschichten.html</guid>
				<description><![CDATA[Gestern Nachmittag hat der Deutschlandfunk im Radio einen Bericht über dieses Blog und mich gesendet. Der Beitrag kann jetzt immer noch über Internet Podcast angehört werden. <a class="wlinki" href ="/allgemein/deutschlandfunk-radiobeitrag-ueber-castroper-geschichten.html" title="Deutschlandfunk Radiobeitrag über Castroper-Geschichten">Mehr ...</a>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Gestern Nachmittag hat der Deutschlandfunk im Radio einen Bericht über dieses Blog und mich gesendet. Der Beitrag kann jetzt immer noch über Internet Podcast angehört werden (<a class="wlinke" href ="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2009/08/12/dlf_20090812_1552_38b968b5.mp3" title="hier klicken" target="_blank" >hier klicken</a>). Vielleicht gefällt er Euch ja ebenso. Wenn ich in ein Mikrofon sprechen soll, ist es für mich noch etwas ungewohnt.<br/><br/>Nach der Sendung kam die Frage auf, warum ich denn meine Blogbeiträge zuerst handschriftlich auf Papier aufschreibe, wenn ich mich doch so gut mit der Technik auskenne.<br/><br/>Manchmal, wenn ich höre, welchen Unsinn unsere Politiker so über das Internet reden, glaube ich zwar, im Vergleich zu denen bin ich schon ein Internet-Experte, aber das bin ich nicht. Ich nutze das Internet und dieses Blog, und kann es bedienen. Um die Technik dahinter brauche ich mich nicht zu kümmern, das macht mein Sohn.<br/><br/>Meine Blogbeiträge schreibe ich zuerst auf Papier, weil ich es so möchte. Es hilft mir, meine Gedanken zu sortieren und die Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Und erst, wenn ein Beitrag fertig ist, tippe ich ihn ein. Das ist vielleicht nicht besonders schnell, aber wenn ich es so mache, macht mir das Schreiben Freude.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Woodstock in Obercastrop</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/woodstock-in-obercastrop.html</link>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 14:36:52 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/woodstock-in-obercastrop.html</guid>
				<description><![CDATA[Anfang der fünfziger Jahre hatte ich meine neue Wohnung in Obercastrop bezogen. Es war Sommer und nach getaner Arbeit, wolten wir uns Abends eine Entspannung gönnen.<br/><br/>Wir gingen zum Saalbau Bresser, der sich auch in Obercastrop befand. Dort spielte eine Rockband von Bill Haley aus Amerika. Der Name sagte uns damals nichts, aber die Musik war Klasse. <a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/woodstock-in-obercastrop.html" title="Woodstock in Obercastrop">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Anfang der fünfziger Jahre hatte ich meine neue Wohnung in Obercastrop bezogen. Es war Sommer und nach getaner Arbeit, wolten wir uns Abends eine Entspannung gönnen.<br/><br/>Wir gingen zum Saalbau Bresser, der sich auch in Obercastrop befand. Dort spielte eine Rockband von Bill Haley aus Amerika. Der Name sagte uns damals nichts, aber die Musik war Klasse.<br/><br/>So wurde Bresser dann immer öfter unser Ziel und wir lernten dort noch andere Musiker wie Jan und Kjilt die Banjo Boys, Wolfgang Sauer, die Blue Diamants und andere Bands, von denen einige dann später international bekannt wurden, kennen.<br/><br/>1964 arbeitete ich von der Firma auf Mont-Cenis und hatte einen Kumpel dabei der aus Dortmund kam. Der fragte mich: Hans, ich bekomme Besuch aus Bayern, wo kann man mit denen hingehen, wo was los ist.<br/><br/>Ich empfahl ihm Bresser. Am Abend nach der Schicht zeigte ich ihm wo das ist, der Nachhauseweg führte uns dort vorbei.<br/><br/>Wir machten bei Bresser halt und wollten hinein. Am Eingang wurden wir angesprochen "Opas, was wollt Ihr denn hier?", doch wir wollten nur die Musik hören und gingen rein.<br/><br/>Auf der Bühne spielte ein Gitarrist mit Krauskopf, der haute mit links auf seine Rechtsgitarre ein. Später habe ich dann erfahren, es war Jimi Hendrix.<br/><br/>Viele Jahre später, als ich Filmaufnahmen vom Woodstock-Festival sah, erkannte ich auch sofort Jimi Hendrix an seiner typische Art und dachte dabei wieder an Bresser. Bresser war zwar viel kleiner als Woodstock, aber wir hatten dort das gleiche Lebensgefühl - Bresser war unser eigenes kleines Woodstock in Obercastrop.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Verwandtentransport</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/verwandtentransport.html</link>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 17:57:36 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/verwandtentransport.html</guid>
				<description><![CDATA[Bis zum Herbst 1935 kannte ich die Eltern und Geschwister meiner Mutter nur von Bildern, denn sie lebten in Beuthen, Oberschlesien, welches circa 1000 km von Castrop entfernt war. <a class="wlinki" href ="/allgemein/verwandtentransport.html" title="Verwandtentransport">Lesen ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Bis zum Herbst 1935 kannte ich die Eltern und Geschwister meiner Mutter nur von Bildern, denn sie lebten in Beuthen, Oberschlesien, welches circa 1000 km von Castrop entfernt war.<br/><br/>Es gab da eine Aktion der NS Wohlfahrt, den "Verwandtentransport". Dafür war ich ausgewählt worden. Ich sollte mit der Deutschen Reichsbahn (D.R.) nach Beuthen zu den Grosseltern fahren. Der Grossvater war Beamter bei der D.R. und hatte die ganze Reise organisiert.<br/><br/>Ich wurde mit einem Schild um den Hals in Dortmund in den Zug gesetzt. Betreut vom Zugpersonal erreichte ich Berlin, wo mich der Grossvater abholte und mit mir nach Beuthen fuhr.<br/><br/>Die Wohnung der Grosseltern war für mich wie ein Palast. Ich hatte noch nie ein richtiges Badezimmer gesehen, jetzt durfte ich täglich allein in der grossen Wanne baden. Zu Hause in Castrop hatten wir nur eine Zinkwanne in der Küche stehen, in der ich Samstags mit der kleinen Schwester gebadet habe.<br/><br/>Ich lernte die Geschwister meiner Mutter kennen, die auch in Beuthen lebten. Ich wurde von Allen verwöhnt, die Oma fragte ständig: "Hansl, was möchtest du essen." Ich bekam Sachen zu Essen, die ich nur vom Erzählen her kannte, denn bei uns zu Hause war Arbeitslosigkeit und dementsprechend war die Ernährung.<br/><br/>Nach sechs Wochen verwöhntsein, ging es unter Tränen wieder zurück nach Castrop. Später habe ich die mutterseitige Verwandtschaft noch öfter besucht.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>60 Jahre Bundesrepublik</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/60_jahre_bundesrepublik.html</link>
		<pubDate>Sat, 23 May 2009 09:15:49 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/60_jahre_bundesrepublik.html</guid>
				<description><![CDATA[Genau heute vor 60 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz unterzeichnet und damit die Bundesrepublik Deutschland gegründet.<br/><br/>Für unseren Alltag damals brachte die Gründung der Bundesrepublik erstmal keine große Veränderung, auch wenn wir wussten, dass da am Rhein der parlamentarische Rat, der aus vielen ehrenhaften und hochrangigen Persönlichkeiten und Politikern, aber auch aus ehemaligen Nazis, bestand, seit einiger Zeit tagte.<br/><br/>Wesentlich einschneidender war für uns das letzte Jahr, 1948, weil wir in dem Jahr "die Währung" bekamen - mit der Einführung der D-Mark verschwand der Tausch-Schwarzhandel immer mehr und die Geschäfte hatten plötzlich wieder Waren zu verkaufen.<br/><br/>Später dann gab es auch wieder die ersten freien Wahlen. Aber mit unserer neuen, noch etwas wackeligen Demokratie, waren die Schatten der Vergangenheit noch lange nicht verschwunden. Doch niemand wollte mehr etwas "von früher" wissen, viele wollten die Vergangenheit einfach verdrängen und vergessen, statt sie zu bewältigen. Das hat die Bundesrepublik Jahre später (mit Stundentenunruhen und später der RAF) ja fast nochmal ins wanken gebracht.<br/><br/>Aber zurück zu 1949, denn dieses Jahr hat für mich noch eine ganz  besondere Bedeutung. Vor 60 Jahren lernte ich 1949 die Frau kennen, mit der ich heute seit 58 Jahren glücklich verheiratet bin.<br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Genau heute vor 60 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz unterzeichnet und damit die Bundesrepublik Deutschland gegründet.<br/><br/>Für unseren Alltag damals brachte die Gründung der Bundesrepublik erstmal keine große Veränderung, auch wenn wir wussten, dass da am Rhein der parlamentarische Rat, der aus vielen ehrenhaften und hochrangigen Persönlichkeiten und Politikern, aber auch aus ehemaligen Nazis, bestand, seit einiger Zeit tagte.<br/><br/>Wesentlich einschneidender war für uns das letzte Jahr, 1948, weil wir in dem Jahr "die Währung" bekamen - mit der Einführung der D-Mark verschwand der Tausch-Schwarzhandel immer mehr und die Geschäfte hatten plötzlich wieder Waren zu verkaufen.<br/><br/>Später dann gab es auch wieder die ersten freien Wahlen. Aber mit unserer neuen, noch etwas wackeligen Demokratie, waren die Schatten der Vergangenheit noch lange nicht verschwunden. Doch niemand wollte mehr etwas "von früher" wissen, viele wollten die Vergangenheit einfach verdrängen und vergessen, statt sie zu bewältigen. Das hat die Bundesrepublik Jahre später (mit Stundentenunruhen und später der RAF) ja fast nochmal ins wanken gebracht.<br/><br/>Aber zurück zu 1949, denn dieses Jahr hat für mich noch eine ganz  besondere Bedeutung. Vor 60 Jahren lernte ich 1949 die Frau kennen, mit der ich heute seit 58 Jahren glücklich verheiratet bin.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Castroper Frühjahrskirmes</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/castroper_fruehjahrskirmes.html</link>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 05:58:25 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/castroper_fruehjahrskirmes.html</guid>
				<description><![CDATA[Heute beginnt wieder die Frühjahrskirmes in Castrop. Schon seit meiner eigenen Kindheit kommt sie alle Jahre wieder, auch wenn es früher nicht Kirmes sondern Jahrmarkt hiess.<br/><a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/castroper_fruehjahrskirmes.html" title="Castroper Frühjahrskirmes">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Heute beginnt wieder die Frühjahrskirmes in Castrop. Schon seit meiner eigenen Kindheit kommt sie alle Jahre wieder, auch wenn es früher nicht Kirmes sondern Jahrmarkt hiess.<br/><br/>Die heutige Kirmes unterscheidet sich deutlich zum Jahrmarkt von früher. Fahrgeschäfte, Essbuden und Losverkäufe gibt es heute zwar zahlreich, aber die Schaubunden und Attraktionen von früher, sind wohl nicht mehr zeitgemäß - dank Fernsehen und Internet ist alles Exotische, ist jede Skurrilität schon längst normal und würde auf einer Kirmes wohl deplaziert wirken.<br/><br/>Als Kind machten Attraktionen und Sensationen für mich den Reiz des Jahrmarktes aus. Es gab Schaubunden mit der dicksten Frau der Welt, dem kleinsten Mann der Welt, Boxbuden (siehe <a class="wlinki" href ="http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der_preisboxer_von_castrop.html" title="Der Preisboxer von Castrop">Der Preisboxer von Castrop</a>), eine Geisterbahn und eine exotische Afrikaschau.<br/><br/>Heute muss aber alles schneller und höher sein, sonst gibt es keinen Nervenkitzel mehr.<br/><br/>Als wir später als junge Familie mit unseren Kindern zur Kirmes gingen, haben wir erstmal überall geschaut und alles auf uns einwirken lassen.<br/><br/>An der Ecke Glück-auf-Straße/Am Stadtgarten stand die Achterbahn. Der Viehmarkt und der Altstadtmarkt waren besetzt mit Raupe, Kettenkarussel und Riesenrad. Dazwischen platzierten sich die Schaubuden, die Boxbude und die Losverkäufer.<br/><br/>Erst wenn wir alles besehen hatten, haben wir entschieden wo unser Kirmesgeld (so viel hatten wir ja nicht) ausgegeben wird. Meist gab es dann eine Bratwurst für Alle und den Kindern noch ein Eis. Danach ins Riesenrad. Wenn niemand mit den Kindern ins Riesenrad wollt, "opferte" ich mich. Es war immer toll, wir konnten von oben ganz Castrop übersehen.<br/><br/>Zum Abschluss wurde immer kurz vor dem nach Hause gehen beim Aalverkäufer ein Abendessen für zu Hause eingekauft und traditionell dabei mit ihm um die Preise gefeilscht. So ging unser Kirmesbesuch immer zu Ende.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Hans, der Zechpreller</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/hans_der_zechpreller.html</link>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 06:39:45 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/hans_der_zechpreller.html</guid>
				<description><![CDATA[1955, meine Tochter war gerade geboren, bekam ich einen Zahlungsbefehl über 106 DM vom Gericht. Danach sollte ich in der Bahnhofsgaststätte im Bahnhof Rauxel dem Wirt für drei Wochen Mittagstisch den Betrag schuldig geblieben sein.<br/><a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/hans_der_zechpreller.html" title="Hans, der Zechpreller">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[1955, meine Tochter war gerade geboren, bekam ich einen Zahlungsbefehl über 106 DM vom Gericht. Danach sollte ich in der Bahnhofsgaststätte im Bahnhof Rauxel dem Wirt für drei Wochen Mittagstisch den Betrag schuldig geblieben sein.<br/><br/>Ich wusste nicht wie mir geschah. Denn in der Gaststätte war ich noch nie. Woher hatte der also meinen Namen und warum habe ich den Zahlungsbefehl bekommen?<br/><br/>Ich ging schnurstracks zum Amsgericht, das damals in Castrop an der Wittener Straße (heute ist dort der Neubau des Rochus Hospitals) war um der Sache auf den Grund zu gehen.<br/><br/>Am Gericht sagte man mir, ich muss zu dem Anwalt, der den Zahlungsbefehl angeordnet hat, nur der könnte den Zahlungsbefehl wieder rückgängig machen. Zum Glück musste ich nicht weit gehen, denn die Kanzlei des Anwalts war genau gegenüber an der Wittener Straße (die ist auch heute noch an der gleichen Stelle, inzwischen hat wohl seine Tochter die Kanzlei übernommen).<br/><br/>Dem Herrn Rechtsanwalt erklärte ich, daß das nicht sein kann. Ich wäre nicht der Schuldige und wäre auch noch nie in der Gaststätte gewesen.<br/><br/>Der Anwalt meinte, da könne er nichts machen, der Wirt hätte das ihm gegenüber so gesagt. Ich solle zum Wirt gehen und mich vorstellen, und wenn der bestätigt, daß ich nicht der Zechpreller bin, kann er den Zahlungsbefehl zurückziehen.<br/><br/>Dann ging ich nach Rauxel in die Gaststätte und setzte mich an die Theke und fragte nach dem Wirt. Als der dann kam fragte ich ihn: "Kennen Sie mich?" Er verneinte. "War ich schon einmal hier?" Er verneinte erneut. "Warum behaupten Sie dann, ich wäre hier Zechpreller und schicken mir einen Zahlungsbefehl?" <br/><br/>Ich zeigte ihm den Zahlungsbefehl und meinen Personalausweis.<br/><br/>Der Wirt erklärte mir, er kennen einen anderen Hans Frackowiak aus Castrop-Rauxel der ihm die Zeche geprellt hätte, an den hätte der Zahlungsbefehl gehen sollen. Bei mir muss es sich um eine Verwechslung handeln.<br/><br/>Der Zahlungsbefehl wurde zurückgenommen. Ob der Wirt sein Geld noch vom anderen Hans bekommen hat, oder wer in meiner Verwandschaft der wahre Zechpreller war, habe ich nie erfahren.<br/><br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kinder haben auf der Straße nichts zu suchen!</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/kinder_haben_auf_der_strasse_nichts_zu_suchen_.html</link>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 09:15:08 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/kinder_haben_auf_der_strasse_nichts_zu_suchen_.html</guid>
				<description><![CDATA[Haben Kinder wirklich nichts auf der Straße zu suchen? Wenn es sich um eine gefährliche, verkehrsreiche Straße oder gar eine Autobahn handelt, ist das natürlich vollkommen richtig.<br/><br/>Aber was ist, wenn mit dem Satz eine 30er-Zone in einem reinen Wohngebiet gemeint ist? Haben auch dort Kinder nichts auf der Straße zu suchen?<br/><a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/kinder_haben_auf_der_strasse_nichts_zu_suchen_.html" title="Kinder haben auf der Straße nichts zu suchen!">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Haben Kinder wirklich nichts auf der Straße zu suchen? Wenn es sich um eine gefährliche, verkehrsreiche Straße oder gar eine Autobahn handelt, ist das natürlich vollkommen richtig.<br/><br/>Aber was ist, wenn mit dem Satz eine 30er-Zone in einem reinen Wohngebiet gemeint ist? Haben auch dort Kinder nichts auf der Straße zu suchen?<br/><br/>Tatsächlich sind Kinder unberechenbar und laufen beim spielen ohne zu schauen einfach auf die Straße. Das sollte jeder Autofahrer wissen.<br/><br/>Einem Autofahrer, der dies beachtet hat, bin ich besonders dankbar. Denn als ich als Kind in Obercastrop spielte und ins Spielen versunken hinter einem geparkten Auto auf die Straße rannte, hörte ich plötzlich ein lautes quietschen, blieb vor Schreck mitte auf der Straße stehen, drehte mich zum Geräusch hin um und sah direkt vor mir ein Auto stehen, dessen Fahrer mich noch so gerade gesehen und sofort mit einer Vollbremsung reagiert hatte.<br/><br/>Also haben Kinder in einem Wohngebiet in einer 30er Zone nichts auf der Straße zu suchen? Eigentlich ist es egal, denn tatsächlich muss man dort auf der Straße immer mit ihnen rechnen und auf sie Rücksicht nehmen.<br/><br/>Jemand, der aber behauptet, sie hätten nichts auf der Straße zu suchen, und deswegen müsse man auch nicht (u.a. durch Verkehrsmaßnahmen) auf sie Rücksicht nehmen, scheint meiner Meinung nach nicht viel von Verkehrssicherheit zu verstehen.<br/><br/>Und wenn der obige Satz dann auch noch von einem ehemaligem Verkehrssicherheitsberater der Dortmunder Polizei kommt, darf man sich erst Recht fragen, was der Unsinn soll.<br/><br/>Laut Ruhr-Nachrichten möchte der Anwohner Wolfgang M. die Kreuzstraße wieder von der Bochumer Straße aus öffnen, um nicht ca. 500 Meter Umweg zu fahren.  Auf den Hinweis "Aber dann würde es für im Wohngebiet spielende Kinder viel zu gefährlich" soll der der ehemalige Verkehrssicherheitsberater der Dortmunder Polizei entgegnet haben: "Kinder haben auf der Straße nichts zu suchen."<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der richtige Schlag</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/der_richtige_schlag.html</link>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 05:32:24 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Allgemein</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/allgemein/der_richtige_schlag.html</guid>
				<description><![CDATA[Als Rentner war ich jetzt immer öfter in Kiel und besuchte dort "Django". Da wurde mir von Bekannten angeboten bei Ihnen den "Haushüter" zu machen, wenn sie verreist seien. Ich hatte ja Zeit. Katzen füttern und Blumen gießen wären meine Aufgaben. Dafür gibt einen gefüllten Kühlschrank und umsonst wohnen. Das hörte sich gut an und so nahm ich das Angebot an. <br/><a class="wlinki" href ="/allgemein/der_richtige_schlag.html" title="Der richtige Schlag">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Als Rentner war ich jetzt immer öfter in Kiel und besuchte dort "Django". Da wurde mir von Bekannten angeboten bei Ihnen den "Haushüter" zu machen, wenn sie verreist seien. Ich hatte ja Zeit. Katzen füttern und Blumen gießen wären meine Aufgaben. Dafür gibt einen gefüllten Kühlschrank und umsonst wohnen. Das hörte sich gut an und so nahm ich das Angebot an.<br/><br/>Die Bekannten fuhren für ein paar Tage in Urlaub, ihr Auto (Honda) ließen sie mir zur Benutzung da. <br/><br/>An einem schönen Sommertag, die Katzen waren gefüttert und die Blumen waren gegossen, setzte ich mich in den Honda, fuhr nach Rendsburg an den Nord-Ostsee-Kanal und schaute vom Kanalufer aus den vorbeifahrenden großen Schiffen zu.<br/><br/>Nach einer Zeit kam ein Mann und fragte, ob der Honda mein Wagen sei, er habe ihn angefahren. Wir gingen zu den Fahrzeugen. Beim Honda war an der hinteren Stoßstange eine faustgroße Delle. Wir tauschten unsere Adressen aus und ich bat ihn, den Schaden seiner Versicherung zu melden, was er auch machte. Die Versicherung hatte auch in Kiel ein Büro, dort meldete ich mich und sie baten mich zur Werkstatt zu fahren und dort einen Kostenvoranschlag machen zu lassen.<br/><br/>Der Kostenvoranschlag belief sich auf 1800 DM.<br/><br/>Als ich das Django erzählte, meinte der, er hätte einen Schrauber der das preiswerter macht. Ich solle zur Versicherung fahren und sagen, ich hätte eine Werkstatt, die das für 1200 DM macht und wenn sie mir über den Betrag einen Scheck ausstellten, wäre die Sache erledigt.<br/><br/>Ich fuhr zum Versicherungsbüro und bekam den Scheck über 1200 DM. Mit Django fuhr ich dann zum Schrauber.<br/><br/>Als der die Beule sah, lachte er, nahm einen Gummihammer und schlug mit ihm kurz neben die Beule auf die Stoßstange. Die Beule sprang raus und der Schaden war behoben. Nur ein paar feine kleine Kratzer blieben. Aber mit schwarzer Schuhcreme poliert, sah die Stoßstange dann wieder aus wie neu.<br/><br/>Als die Bekannten aus dem Urlaub kamen, habe ich ihnen die ganze Geschichte erzählt. Nach dem ersten Schreck haben sie sich dann über den Scheck sehr gefreut und ich bekam noch ein schönes Essen im Steakhaus als Dank für die gute Haushütung.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der Taubenkasper</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der_taubenkasper.html</link>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 06:04:56 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der_taubenkasper.html</guid>
				<description><![CDATA[Als Siebenjähriger war ich oft bei meinen Großeltern väterlicherseits. Der Onkel Willi der bei seinen Eltern wohnte, hatte Tauben die der Opa versorgte. Ich mochte die Tauben und wollte auch welche haben. Ich bettelte und quengelte so lange beim Opa, bis er sich erweichen liess und mir eine der Tauben gab. <br/><a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/der_taubenkasper.html" title="Der Taubenkasper">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Als Siebenjähriger war ich oft bei meinen Großeltern väterlicherseits.<br/><br/>Die Oma war eine dominante Frau, alles hörte auf ihr Kommando. Die einzige die ihr widersprach, war meine Mutter. Deswegen herrschte zwischen den beiden meist ein stummer Streit. Der Opa war aber ein herzensguter lieber Mensch, bei dem ich, als erster Enkel, ein Stein im Brett hatte.<br/><br/>Der Onkel Willi, der bei seinen Eltern wohnte, hatte Tauben die der Opa versorgte. Ich mochte die Tauben und wollte auch welche haben.<br/><br/>Ich bettelte und quengelte so lange beim Opa, bis er sich erweichen ließ und mir eine der Tauben gab. Es war ein Kröpper (eine alte Taube), aber ich zog stolz und glücklich mit der Taube ab nach Hause. Wir hatten einen Dachboden, wo sie bleiben konnte.<br/><br/>Ich versorgte meine Taube liebevoll. Nach 14 Tagen glaubte ich, sie sei jetzt heimisch, und ich ließ sie fliegen, aber sie kam nicht mehr zu mir zurück. Ich ging zum Opa denn dahin war sie zurückgeflogen, in ihren früheren Taubenstall.<br/><br/>Ich bekam meine Taube vom Opa und zog nach Hause. Dieses Spielchen wiederholte sich ein paar Mal, bis es irgendwann dem Opa zu bunt wurde und er sagte "Hansiken, hol dir deine Taube selbst vom Taubenschlag.", was ich auch machte.<br/><br/>Als ich dann mit der Taube zu Hause an kam, sagte meine Mutter, auch sie wäre dieses ewige hin und her mit der Taube auf dem Dachboden leid, die Taube komme jetzt in die Suppe. Ich war traurig, konnte aber nichts dagegen machen.<br/><br/>Die Taube kam in den Topf, die Füsse, Kopf und Federn wanderten in den Abfall.<br/><br/>Nach einer Stunde kam plötzlich die Oma mit der Polizei, sie hatte eine Anzeige wegen Diebstahl gemacht, denn die beste Taube sei gestohlen worden. Und sie beschuldigte meine Mutter, mich dazu angestiftet zu haben.<br/><br/>Ich hatte mich wohl vergriffen und statt meiner (quasi wertlosen) Taube aus Versehen den (sehr wertvollen) Preisflieger mitgenommen.<br/><br/>Die Taube kochte noch im Topf und im Abfall lagen noch die Füsse mit dem Ring. Anhand des Ringes konnte die Polizei bestätigen, dass die beste und wertvollste Taube, der Preisflieger, bei uns im Topf kochte. Für die Polizei war die Sache klar, es war ein schwerer Diebstahl und wir mussten auf die Polizeiwache.<br/><br/>Als mein Opa davon erfuhr hat er sofort alle Schuld auf sich genommen. Er  habe seine Brille vergessen aufzusetzen und mir aus Versehen die falsche Taube gegeben. Für die Polizei war die Sache damit erledigt.<br/><br/>Aber was mein Opa deswegen von der Oma auszuhalten hatte, habe ich nie erfahren.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Der Preisboxer von Castrop</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der_preisboxer_von_castrop.html</link>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 16:45:44 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/der_preisboxer_von_castrop.html</guid>
				<description><![CDATA[Onkel Willi, der jüngere Bruders meines Vaters, hatte neben seinen Tauben noch ein anderes Hobby. Er war ein sportlicher Typ und Boxen war seine Leidenschaft.<br/><br/>Immer wenn in Castrop Kirmes war, gab es dort auch eine Boxbude. Jeder Kirmesbesucher konnte da gegen einen Boxer der Boxbude antreten.<br/><a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/der_preisboxer_von_castrop.html" title="Der Preisboxer von Castrop">Mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Onkel Willi, der jüngere Bruders meines Vaters, hatte neben seinen Tauben noch ein anderes Hobby. Er war ein sportlicher Typ und Boxen war seine Leidenschaft.<br/><br/>Immer wenn in Castrop Kirmes war, gab es dort auch eine Boxbude. Jeder Kirmesbesucher konnte da gegen einen Boxer der Boxbude antreten. <br/><br/>Einmal meldete sich Onkel Willi um gegen einen der Boxbude zu kämpfen. Onkel Willi gewann haushoch und bekam als Sieger die ausgesetzte Geldprämie.<br/><br/>Das gefiel meinem Onkel. Von da an fuhr er der Boxbude von Kirmes zu Kirmes hinterher. Weil er aber keine Sportkleidung besass, hat er sich von meiner 6-jährigen Schwester als Boxhose eine dunkle Unterhose angezogen. Onkel Willi hatte schmale Hüften, da passte es.<br/><br/>Als die Kirmes mit der Boxbude wieder nach Henrichenburg kam, nahm mich mein Vater wieder mit, um den Onkel boxen zu sehen. Aber die von der Boxbude kannten Onkel Willi schon und wollten ihn daher als Gegner nicht mehr annehmen (sie wussten, er wird gewinnen doch sie wollten das Preisgeld behalten).<br/><br/>Aber die ganzen Zuschauer tobten und wollten den Kampf sehen. So fand der Kampf statt. Der Sieger war natürlich mein Onkel.<br/><br/>Nach dem Kampf haben die Leute von der Boxbude mit meinem Onkel gesprochen und ihn als Preisboxer angestellt. Er war ab jetzt Kirmesboxer und zog mit der Kirmes umher.<br/><br/>Von da an habe ich immer, wenn die Kirmis mit der Boxbude nach Castop kam, als Zuschauer meinen Onkel boxen gesehen.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Mein Opa</title>
		<link>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/mein_opa.html</link>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 08:30:58 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<category>Castrop-Rauxel</category>
		<guid>http://www.castroper-geschichten.de/castrop_rauxel/mein_opa.html</guid>
				<description><![CDATA[Mein Opa war ein herzensguter und gelassener Mann, bei dem ich als Kind oft und gerne war. Meine Oma dagegen war sehr streng, ein richtiger Drachen, und mochte meinen Teil der Familie nicht besonders. <a class="wlinki" href ="/castrop_rauxel/mein_opa.html" title="Mein Opa">mehr ...</a><br/><br/>]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Mein Opa war ein herzensguter und gelassener Mann, bei dem ich als Kind oft und gerne war. Meine Oma dagegen war sehr streng, ein richtiger Drachen, und mochte meinen Teil der Familie nicht besonders.<br/><br/>Eines Tages, ich war so fünf Jahre alt, saß mein Opa in der Stube am Tisch und war am Zeitung lesen. Ich spielte am Kohleofen und versuchte den Feuerhaken an der Spitze glühend zu machen und freute mich, als es dann auch klappte. Mit der glühenden Spitze kroch ich dann unter den Tisch und hielt die Glut unter Opas Zeitung, die sofort Feuer fing.<br/><br/>Opa schaute verdutzt, versuchte das Feuer zu löschen, schaute mich an und sagte nur "Hansiken, Du dusseliger Kamel, Du.".<br/><br/>In diesem Moment kam die Oma vom Einkaufen in die Stube, sah die angebrannte Zeitung und rief entsetzte "Willst Du die Wohnung abbrennen?" Ich saß noch unter den Tisch, doch mein Opa sagte nichts und nahm die ganze Schelte auf sich.<br/><br/>Von der Aufregung (oder vielleicht auch vorher schon) musste Oma dringend aufs (Plumps)Klo. Als sie dann wieder kam, fehlte plötzlich ihre Geldbörse. Aber vorher hätte sie sie noch gehabt. Opa und ich zogen los um sie zu suchen, doch die Geldbörse war nicht zu finden. Also musste Opa sie im Plumpsklo suchen, dem einzigen Örtchen, wo wir noch nicht gesucht hatten. Er hob den Deckel der Abwassergrube hoch und stocherte gelassen mit der Mistgabel in den Fäkalien herum um die Börse zu finden.<br/><br/>Er hatte Glück beim "Angeln", die Geldbörse war am Haken. Sie wurde gründlich gewaschen und war danach wieder wie neu.<br/><br/>]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
