Erdnusseffekt
Meine damalige Verlobte hatte 1950 ihre Prüfung als Einzelhandelskauffrau bestanden und war in ihrem Ausbildungsgeschäft, einem Herrenausstatter, in Castrop beschäftigt. Nach Geschäftsschluss holte ich sie immer abends ab und begleitete sie nach Hause.
Einmal abends stand ich vor dem Geschäft und wartete. Ich knabberte Erdnüsse und liess gedankenlos die Schalen auf den Boden fallen.
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Miro, oder so ...
Durch die Seidenmalerei interessierte ich mich mehr für Malerei und die Bilder der "richtigen" Künstler und hatte eine Phase, in der ich mich von diesen in meinen Bildern inspirieren liess.
Eines Tages sagte mir die Galeristin, bei der ich meine Bilder rahmen liess, daß ihr meine Bilder gefielen, und sie gerne welche in ihre Austellung übernehmen möchte.
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Hans, der Seidenmaler
Früher hatte ich mit Malerei (ausser beim Tapezieren und Anstreichen) nicht viel zu tun gehabt. Erst bei Freunden in Kiel hatte ich zum ersten mal Kontakt mit der Seidenmalerei und sie bewusst wahrgenommen.
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Der Kalfakter
1958 hatte ich Nachmittags schichtfreie Zeit, bei schönem Wetter ging ich mit meiner Tochter zum Spielplatz in den Stadtgarten. Ein anderer Vater mit seinem kleinen Sohn war auch zum Kinderhüten erschienen. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns über Gott und die Welt. Zu der Zeit fielen auch gerade die Starfighter ständig vom Himmel, so hatten wir immer Gesprächsstoff.
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Klapprad im Westwind
In Kiel war ich im Sommer '85 wieder als Haushüter eingeladen. Ein wenig Blumen- und Gartenpflege, mehr war nicht zu tun.
An einem Tag nahm ich das in der Garage stehende Klapprad und fuhr zur Kiellinie. Die Kieler Förde war übervoll mit Schiffen - schön anzuschauen. Mit dem Fördedampfer fuhr ich zum Ostufer, ich wollte von dort mit dem Fahrad den Fördewanderweg entlang fahren.
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Denk ich an Borussia ...
Denk ich an Borussia, fällt mir der Sommer 1957 ein, als Borussia Dortmund Deutscher Meister wurde. Mehr ...
Die Schuhe vom Nikolaus
Als meine Tochter noch klein war, begann in meiner Familie am 1. Advent immer die Vorweihnachtszeit. Ab da konnte man sich auf Weihnachten freuen. Weiter ...
Pfingstpicknick auf der Rennbahn
Pfingstsonntag 1949, es war ein schöner Sonnentag, holte ich die Blonde wie verabredet von zu Hause ab. Sie schlug vor, auf dem Rennbahngelände in Castrop ein Picknick zu machen. Alles was man dazu benötigte, hatte Sie schon dabei. Mehr ...
Kater Düsentrieb
Bei meinen Besuchen in Kiel lernte ich auch Freunde von Django kennen. Einmal war ich dort zum Abendessen eingeladen. In der Wohnung lebte auch ein getigerter Kater, Kater Düsentrieb. Mehr lesen ...
Der Berggewerbe Oberlehrer
Während meiner Zeit als Bergfremder in der Ausbildung, musste ich die Bergberufsschule der Zeche Victor besuchen. Weil ich damals aber nur vorübergahend im Bergbau arbeiten wollte, interessierte mich der Unterricht wenig und ich machte andere Dinge ... Lesen ...
Der Blaue
Als Kind ging ich mit 11 Jahren zum Jungvolk. Jeden Samstagnachmittag hatten wir Dienst. Unser Fähnleinführer, den wir Kinder den "Blauen" nannten, war ein ganz strenger Nazi. Jahre später traf ich ihn auf Erin unter Tage wieder und geriet mit ihm aneinander. Mehr ...
Stube 46
Wie ich an anderer Stelle erwähnte, war ich von April bis November 1941 durch die Kinderlandverschickung in einem Benedictinerkloster in Tutzing am Starnbergersee. Auf unserer Stube, Stube 46, waren wir mit 20 Jungen. Weiter ...
Deutschlandfunk Radiobeitrag über Castroper-Geschichten
Gestern Nachmittag hat der Deutschlandfunk im Radio einen Bericht über dieses Blog und mich gesendet. Der Beitrag kann jetzt immer noch über Internet Podcast angehört werden. Mehr ...
Woodstock in Obercastrop
Anfang der fünfziger Jahre hatte ich meine neue Wohnung in Obercastrop bezogen. Es war Sommer und nach getaner Arbeit, wolten wir uns Abends eine Entspannung gönnen.
Wir gingen zum Saalbau Bresser, der sich auch in Obercastrop befand. Dort spielte eine Rockband von Bill Haley aus Amerika. Der Name sagte uns damals nichts, aber die Musik war Klasse. Mehr ...
Verwandtentransport
Bis zum Herbst 1935 kannte ich die Eltern und Geschwister meiner Mutter nur von Bildern, denn sie lebten in Beuthen, Oberschlesien, welches circa 1000 km von Castrop entfernt war. Lesen ...
60 Jahre Bundesrepublik
Genau heute vor 60 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz unterzeichnet und damit die Bundesrepublik Deutschland gegründet.
Für unseren Alltag damals brachte die Gründung der Bundesrepublik erstmal keine große Veränderung, auch wenn wir wussten, dass da am Rhein der parlamentarische Rat, der aus vielen ehrenhaften und hochrangigen Persönlichkeiten und Politikern, aber auch aus ehemaligen Nazis, bestand, seit einiger Zeit tagte.
Wesentlich einschneidender war für uns das letzte Jahr, 1948, weil wir in dem Jahr "die Währung" bekamen - mit der Einführung der D-Mark verschwand der Tausch-Schwarzhandel immer mehr und die Geschäfte hatten plötzlich wieder Waren zu verkaufen.
Später dann gab es auch wieder die ersten freien Wahlen. Aber mit unserer neuen, noch etwas wackeligen Demokratie, waren die Schatten der Vergangenheit noch lange nicht verschwunden. Doch niemand wollte mehr etwas "von früher" wissen, viele wollten die Vergangenheit einfach verdrängen und vergessen, statt sie zu bewältigen. Das hat die Bundesrepublik Jahre später (mit Stundentenunruhen und später der RAF) ja fast nochmal ins wanken gebracht.
Aber zurück zu 1949, denn dieses Jahr hat für mich noch eine ganz besondere Bedeutung. Vor 60 Jahren lernte ich 1949 die Frau kennen, mit der ich heute seit 58 Jahren glücklich verheiratet bin.
Castroper Frühjahrskirmes
Heute beginnt wieder die Frühjahrskirmes in Castrop. Schon seit meiner eigenen Kindheit kommt sie alle Jahre wieder, auch wenn es früher nicht Kirmes sondern Jahrmarkt hiess.
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Hans, der Zechpreller
1955, meine Tochter war gerade geboren, bekam ich einen Zahlungsbefehl über 106 DM vom Gericht. Danach sollte ich in der Bahnhofsgaststätte im Bahnhof Rauxel dem Wirt für drei Wochen Mittagstisch den Betrag schuldig geblieben sein.
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Kinder haben auf der Straße nichts zu suchen!
Haben Kinder wirklich nichts auf der Straße zu suchen? Wenn es sich um eine gefährliche, verkehrsreiche Straße oder gar eine Autobahn handelt, ist das natürlich vollkommen richtig.
Aber was ist, wenn mit dem Satz eine 30er-Zone in einem reinen Wohngebiet gemeint ist? Haben auch dort Kinder nichts auf der Straße zu suchen?
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Der richtige Schlag
Als Rentner war ich jetzt immer öfter in Kiel und besuchte dort "Django". Da wurde mir von Bekannten angeboten bei Ihnen den "Haushüter" zu machen, wenn sie verreist seien. Ich hatte ja Zeit. Katzen füttern und Blumen gießen wären meine Aufgaben. Dafür gibt einen gefüllten Kühlschrank und umsonst wohnen. Das hörte sich gut an und so nahm ich das Angebot an.
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Der Taubenkasper
Als Siebenjähriger war ich oft bei meinen Großeltern väterlicherseits. Der Onkel Willi der bei seinen Eltern wohnte, hatte Tauben die der Opa versorgte. Ich mochte die Tauben und wollte auch welche haben. Ich bettelte und quengelte so lange beim Opa, bis er sich erweichen liess und mir eine der Tauben gab.
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Der Preisboxer von Castrop
Onkel Willi, der jüngere Bruders meines Vaters, hatte neben seinen Tauben noch ein anderes Hobby. Er war ein sportlicher Typ und Boxen war seine Leidenschaft.
Immer wenn in Castrop Kirmes war, gab es dort auch eine Boxbude. Jeder Kirmesbesucher konnte da gegen einen Boxer der Boxbude antreten.
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Mein Opa
Mein Opa war ein herzensguter und gelassener Mann, bei dem ich als Kind oft und gerne war. Meine Oma dagegen war sehr streng, ein richtiger Drachen, und mochte meinen Teil der Familie nicht besonders. mehr ...
Jubiläum im Karneval
Karneval 2009. Meine Gedanken gehen weit zurück zum Karneval 1949. Damals, vor genau 60 Jahren, lernte ich im Karneval meine blonde Schöne kennen (Die Schwiegertocher) mit der ich jetzt seit 58 Jahren verheiratet bin. Mehr ...
Willkommen zu meinen Castroper-Geschichte(n)
Lieber Besucher,
ich heisse Hans Frackowiak, bin 80 Jahre alt und lebe in Castrop-Rauxel. Hier in diesem Blog schreibe ich über verschiedene Themen, die mich bewegen und über vieles, was ich in Castrop heute und in den letzten 80 Jahren erlebt habe.


