Ein Weihnachtsgeschenk


Als mein erster Enkel geboren wurde und meine Tochter nach einiger Zeit wieder ihrem Beruf nachging, war der Kleine täglich bei meiner Frau und mir.

Als dreijähriger ging er immer mit mir spazieren. Unser Gang durch den Stadtgarten, anschließend in die Castroper Innenstadt, war eine tägliche Selbstverständlichkeit.

Er kannte mit der Zeit alle meine Rentnerkollegen, die wir dabei trafen, mit Vornamen. In der Innenstadt war ein Würstchenstand, da konnte er nicht vorbei gehen ohne eine Wurst zu essen. Beate, die Wurstverkäuferin, wartete schon immer auf uns - und wenn er nicht kam glaubte sie es sei etwas passiert.

Mit sechs Jahren wurde er eingeschult. Von da an war er nicht mehr täglich bei uns und fehlte mir sehr.

Eines Tages sagte ich dem Steppke: "Du kommst jetzt so selten zum Opa, du fehlst mir sehr."

Weihnachten darauf schenkte er mir eine Kaffetasse mit seinem Bild und sagte: "Opa jetzt hast du mich jeden Morgen beim Frühstück vor Augen." Ich war überrascht und freute mich.

Die Tasse habe ich heute noch, sie war ein schönes Weihnachtsgeschenk.

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Kommentare

Frohe Weihnachten! :-)

Ja so ist das, wenn man an seinen
Enkel hängt und lieb hat, aber sie werden
groß und haben andere Interessen,wenn sie
die Liebe und Geborgenheit schätzen, die man ihnen gibt, dann wird sie auch erwiedert.Gruß Marlies